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© Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
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KI zwischen Fortschritt und Verantwortung

17. WerteDialog in der Katholischen Akademie Schwerte
17. WerteDialog in der Katholischen Akademie Schwerte (v.l.): Akademiedirektor Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Markus Dürkes (Vorsitzender Unternehmensverband Westfalen-Mitte), Professor Dr. Manfred Bayer, Regierungspräsident Heinrich Böckelühr (Bezirksregierung Arnsberg) und Weihbischof Matthias König. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn © Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
17. WerteDialog in der Katholischen Akademie Schwerte (v.l.): Akademiedirektor Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Markus Dürkes (Vorsitzender Unternehmensverband Westfalen-Mitte), Professor Dr. Manfred Bayer, Regierungspräsident Heinrich Böckelühr (Bezirksregierung Arnsberg) und Weihbischof Matthias König. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Wie verändert Künstliche Intelligenz Gesellschaft, Arbeitswelt und menschliches Zusammenleben? Mit dieser Frage hat sich der WerteDialog am 26. Oktober 2026 in der Katholischen Akademie Schwerte beschäftigt. Bei der inzwischen 17. Veranstaltung dieser Reihe seit 2013 kamen erneut Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kirche auf Einladung der Bezirksregierung Arnsberg, des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte und der Katholischen Akademie Schwerte zusammen. Der Paderborner Weihbischof Matthias König nahm stellvertretend für Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz teil.

Chancen, Risiken und Verantwortungsfragen im Umgang mit KI standen im Mittelpunkt eines Vortrages von Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der Technischen Universität Dortmund, zum Thema „KI – Fluch oder Segen?“.

Wirtschaft, Politik und Kirche

In seiner Begrüßung machte Akademiedirektor Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer deutlich, dass die Debatte über Künstliche Intelligenz nicht bei technischen Möglichkeiten stehenbleiben dürfe. Entscheidend sei die Frage, ob alles, was technisch möglich werde, auch menschlich wünschenswert sei: „Genau hier setzt unser Wertedialog an. Er bringt Menschen aus Wirtschaft, Politik und Kirche zusammen, die aus unterschiedlichen Perspektiven Verantwortung für unsere Gesellschaft tragen.“ Die Wirtschaft frage hier nach Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, die Politik nach gesellschaftlicher Gestaltung und demokratischer Kontrolle und die Kirche erinnere an die Würde und Freiheit des Menschen und an das Gemeinwohl.

Wandel am Arbeitsmarkt

In seinem Vortrag skizzierte der Physiker Professor Dr. Manfred Bayer zentrale Entwicklungslinien im Bereich Künstlicher Intelligenz und ordnete ihre Bedeutung für Wissenschaft, Hochschule und Gesellschaft ein. Dabei beschrieb er drei Risiken: KI-Halluzination, die realistisch klingt, aber sachlich falsch ist, den Verlust kognitiver Kompetenzen beim Menschen und einen tiefgreifenden Wandel am Arbeitsmarkt. So führe die Chance, Standardaufgaben an die KI abgeben zu können auch dazu, dass Routinetätigkeiten, die klaren Regeln folgen, vom Arbeitsmarkt verschwinden werden. Problemlösendes Denken hingegen werde künftig vermehrt gefragt sein.

Erkenntnisgewinne

In der Wissenschaft gebe es durch KI stark beschleunigte Erkenntnisgewinne durch die Möglichkeit, riesige Datenmengen in kurzer Zeit analysieren zu können. Dies biete auch Chancen bei der Bearbeitung essenzieller Probleme, wie dem Klimawandel. In der Abwägung von Chancen und Risiken sprach sich Manfred Bayer für einen verantwortlichen und konstruktiv kritischen Umgang mit der KI aus, bei dem man nicht alles der KI überlassen dürfe.

Im anschließenden Austausch wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz gleichermaßen Faszination und Unbehagen auslöst. Einerseits eröffnen sich neue Möglichkeiten in Forschung, Wirtschaft und Alltag, andererseits wachsen die Fragen nach Kontrolle, Verantwortung und den langfristigen und nicht zuletzt sozialen Folgen einer Entwicklung, deren Reichweite heute noch nicht vollständig absehbar ist.

Ein Beitrag von:
Redakteur Team Presse

Michael Bodin

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