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„Judith und das Wunder der Schöpfung“: 3000 Stimmen begeistern

Erzbischof Bentz erlebt Premiere des Musicals, das "in beeindruckender Weise unsere Verantwortung für die Schöpfung auf die Bühne bringt"

Eine Geschichte zwischen Zukunftsangst, Klimakrise und Glauben

Mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen sind am Samstag in der Dortmunder Westfalenhalle die beiden Aufführungen des neuen Chormusical „Judith und das Wunder der Schöpfung“ gefeiert worden. Rund 15.000 Menschen erlebten die Premiere eines Projekts, das weit über die Region hinausstrahlt: 3000 Sängerinnen und Sänger aus ganz NRW formten einen beeindruckenden Klangkörper.

Im Mittelpunkt der Aufführung steht Judith, gespielt von Alida Will, deren Geschichte das Musical trägt. Judith ist eine junge Frau, die zwischen Zukunftsangst, Klimakrise und ihrer Schwangerschaft ihren Platz in der Welt sucht. Ihre Beziehung zu Ammo, mit sanfter Präsenz verkörpert von Oliver Edward, beginnt voller Hoffnung, nimmt aber eine dramatische Wendung. Die Konflikte eskalieren, bis Judith erkennt, dass Wut keine Zukunft baut und Veränderung nur gemeinsam möglich ist.

Im Zentrum des Musicals steht die Frage, wie wir als Gesellschaft – trotz Überforderung und Unsicherheit, die viele gerade spüren – einen gemeinsamen Weg finden für die Welt von morgen. Judiths Suche nach Halt und Verantwortung zeigt, wie eine tragfähige Zukunft möglich wird.

Erzbischof Bentz: „ein großartiges Musicalprojekt“

Das Musical in Dortmund ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Erzbistums Paderborn. Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz war zu Gast in der Premiere.

Er sagte: „Es ist ein großartiges Musicalprojekt, das in einer beeindruckenden Weise die Schöpfungserzählung und unsere Verantwortung für die Schöpfung auf die Bühne bringt. Die 3000 ehrenamtlichen Sängerinnen und Sänger lassen Gänsehautmomente erleben. Ihre Begeisterung und ihr Engagement zeigen, was ehrenamtliches Engagement im wahrsten Sinne des Wortes auf die Bühne stellen kann.“

Musical geht 2027 auf Tour

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Weitere Unterstützung kommt von der Stiftung „Gesunde Erde – gesunde Menschen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen, Brot für die Welt, „Andere Zeiten“ sowie der Deutschen Bahn als Mobilitätspartner.

Die Projektpatenschaft haben unter anderem Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, die NRW-Ministerinnen Ina Brandes und Mona Neubaur sowie der Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti übernommen.

Ab 2027 geht „Judith“ auf große Deutschlandtournee – in Mannheim, Hannover, Bonn, Stuttgart und Nürnberg. An jedem Aufführungsort bildet sich ein regionaler Chor aus 1.000 bis 2.000 Sängerinnen und Sängern. Die Chorproben starten im Herbst 2026.

Musikalisch und dramaturgisch setzt die Produktion neue Akzente. Michael Herberger (Musikproduktion) und Kevin Schroeder (Drehbuch & Libretto) haben mit dem jungen Songwriting-Trio Laura Diederich, Ilja Krut und Johannes Pinter moderne Texte und kraftvolle Musik geschaffen. Die Inszenierung von Christoph Drewitz verbindet emotionale Erzählmomente mit eindrucksvollen Chorszenen und moderner Bühnentechnik. Eine 200 Quadratmeter Videoinszenierung und das abgestimmte Lichtdesign verwandelten die Westfalenhalle in eine atmosphärische Projektionsfläche für Judiths innere und äußere Reise.

Tournee 2027

31.01.2027, Mannheim, SAP Arena

06.02.2027, Hannover, ZAG arena

27.02.2027, Bonn, Telekom Dome

20.03.2027, Stuttgart, Porsche-Arena

10.04.2027, Nürnberg, PSD Bank Arena

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