Zum Restauratorenteam, das die Tafel für den Transport und die Ausstellung konservatorisch sicherte, gehörte seinerzeit Matthias Rüenauver. Der Diplom-Restaurator, Geschäftsführer der Paderborner Fachwerkstatt „ars colendi“, brachte die Kostbarkeit aus Sollingsandstein jetzt wieder sicher nach Hause.
Dieses besondere Unterfangen beginnt an einem sonnigen Morgen kurz vor Beginn der Saison 2026. Mit Holzplatten auf der Vorder- und Rückseite sicher eingeschalt, transportieren die Fachleute von „ars colendi“ die wertvolle Fracht von der Pader an die Weser. Die letzte Etappe des Weges führt vom Domänenhof in den Johanneschor und ist binnen 20 Minuten geschafft.
An ihrem Platz unter dem Arkadenbogen bringen Matthias Rüenauver und sein Mitarbeiter Olav Renger den Transportwagen mit der bedeutenden Steinplatte in Position. Die 1,80 Meter breite und 105 Zentimeter hohe Tafel ist zu diesem Zeitpunkt noch verhüllt und verzurrt. Im Mauerwerk oberhalb des Bogens ist ein Konsolensystem mit Profilen, Schrauben und Spezialklebern tief verankert. „Die Konsolen liegen in ganzer Breite auf“, erläutert der Restaurator. Sie halten Stahlseile, an denen die Inschriftenplatte hängen soll.