Aus dem Leben berichten auch das Duo Frengels und Chef in der diesjährigen Festrede – genauer gesagt aus ihrem Leben in der Dio-Kirche Krefeld. Die Dio-Kirche bezieht sich dabei auf die Kirchengemeinde St. Dionysius in der die Gemeindereferentin Michelle Engel und Pfarrer David Grütjens wirken. Mit Mut, Begeisterung und Freude haben sie es geschafft, ein lebendiges Kirchenleben zu etablieren. Nicht selten erhielten sie die Frage, ob die Bilder auf ihrem 119.000. Follower starken Instagram-Kanal „diokirche_krefeld“ an Weihnachten entstanden seien. „Oder warum ist das so voll“, zitierte Pfarrer Grütjens die begeisterte Followerschaft.
Behaltet das Gute
Den Weg zu diesem aktiven Gemeindeleben beschreibt das Duo in seinem Buch und gleichnamigen Bühnen-Programm „Dio mio!: Wenn Kirche Spaß macht, entsteht ein Ort der Begeisterung“. Pfarrer David Grütjens erklärte: „Wie sind wir dahin gekommen? Wir haben zuallererst gesagt, wir wollen aufhören, immer nur auf die Defizite unserer Kirche und unserer Gemeinde zu schauen und das hat unfassbar viel verändert.“ Ein wesentlicher Impuls sei gewesen, frei nach Paulus „alles zu prüfen und das Gute zu behalten“, berichtete das Duo. Sicherlich habe es im Prozess der Veränderung und der Erneuerung auch Sackgassen gegeben – Veranstaltungen und Initiativen, die nicht wie erhofft angenommen wurden. „Dann gilt es, sich nicht daran festzuhalten, wenn man schon absehen kann, dass auch im nächsten Jahr keiner kommen wird“, erklärte Pfarrer Grütjens. Wichtig sei es, Dinge nicht zu sein lassen, sondern sie, wenn nötig, zu verändern: „Gute musikalische Angebote im kirchlichen Leben ziehen an. Wir haben aber auch festgestellt, dass Menschen Angebote schätzen, die zur Stille und Besinnung einladen“, schilderte das Duo ein Beispiel aus der Praxis.
Sehnsucht nach Anerkennung
Eine der tragenden Säulen im Kirchenleben sei das Ehrenamt. „Sicherlich sind sie alle irgendwo engagiert, ob in der Gemeinde, in Verbänden, Vereinen oder der Politik. Viel zu oft kommt es zu Situationen, in denen Dank und Anerkennung fehlen“, erinnerte Michelle Engel. Gegenseitige Wertschätzung und ein „Danke“ seien essenziell: „Wir Menschen verspüren eine Sehnsucht nach Anerkennung und danach, gesehen zu werden. Erinnern wir uns doch selbst immer wieder daran, wie gut es tut, ein ‚Danke‘ zu hören“, mahnte Engel.