Im Evangelium wurde den Gottesdienstteilnehmenden der biblische Bericht vorgestellt, in dem vier Personen ihrem gelähmten Freund über das Dach eines Hauses in Kapernaum Zugang zu Jesus verschaffen, so dass ihr Freund die Möglichkeit auf Heilung hat: Sie machen das Dach wortwörtlich kaputt, verursachen einen Dachschaden. Julian Sengelmann, evangelischer Pfarrer, Musiker, Schauspieler und Schriftsteller aus Hamburg, predigte im Dreiklang „Heilung. Freundschaft. Dachschaden.“ und rief zum „Mut zum Dachschaden“ auf. Denn: „Ohne Dachschaden wäre an diesem Tag in Kapernaum nichts passiert. Der Gelähmte wäre weiterhin gelähmt. Viele, die von dieser Heilung und der gesamten Szene angerührt sind, müssten ohne diesen Anstoß für ihr Leben auskommen. Wie gut, dass die vier Freundinnen und Freunde einen Dachschaden riskiert haben!“ Sengelmann erinnerte die Studierenden an die Zusage Gottes: „Du bist nicht, was Du hast. Du bist auch nicht, worin Du versagst. Du bist vor und nach allem, was Du leistest. Und Du bist trotz allem, worin Du versagst, zuerst und zuletzt mein Kind. Glaub dran und vertrau darauf.“
Der Musiker trug im Anschluss an seine direkte und motivierende Predigt eines seiner Lieder vor und formte spontan aus der Gottesdienstgemeinschaft einen Chor. Sie konnten anschließend persönliche Anliegen, für die sie Kraft benötigen, aufschreiben und in einen Korb legen. Die Teams der KHG und ESG werden diese im persönlichen Gebet und in den Fürbitten der künftigen Gottesdienste aufnehmen, um die Studierenden auch im Gebet zu begleiten.
Gestaltet wurde der Gottesdienst im Paderborner Dom durch die Musik der Studenten Daniel Heiduk (Klavier und Gesang) und Paul Algermissen (Gitarre und Gesang). Mit der Kombination aus selbst geschriebenen und bekannten Liedern berührten die Musiker die Gottesdienstteilnehmenden und ermöglichten ihnen einen weiteren Zugang, um Gott zu begegnen.
Hanna Branahl, Referentin der KHG, lud die Studierenden zu einem Sektempfang und geselligen Get-Together im Forum St. Liborius ein.