Im Sommer 2023 wurden turnusmäßig die Kirchenaustrittszahlen für das Vorjahr veröffentlicht: Im Erzbistum Paderborn sind 2022 insgesamt 26.911 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten, im Dekanat Paderborn waren es 1.705. „Diese Zahlen tun weh. Das darf uns nicht gleichgültig sein“, machte der Ständige Vertreter beim Neujahrsempfang deutlich und bekräftigte: „Die Aufarbeitung von Missbrauch bleibt für uns im Fokus.“ Mit der unabhängigen Aufarbeitungskommission und dem Betroffenenbeirat gebe es seit 2022 im Erzbistum zwei weitere wichtige Säulen der Aufarbeitung.
Hinweistafel in der Bischofsgruft
Prälat Dornseifer verteidigte die vom Betroffenenbeirat angeregte Hinweistafel in der Bischofsgruft – als Erinnerung, dass die beiden Erzbischöfe Jaeger und Degenhardt den Schutz von Institution und Tätern über das Leid der Betroffenen gestellt haben. Die Kritik für die Tafel an diesem Ort sei bekannt. „Aber die Tafel ist Zeichen eines guten Dialoges mit den Betroffenen, der viel zu lange nicht stattgefunden hat“, erklärte der Ständige Vertreter.
Prälat Dornseifer dankte den Anwesenden stellvertretend „für alle Menschen in den Dekanaten unseres Erzbistums“ für das Weitergestalten des Glaubens während der Vakanz. Dem künftigen Erzbischof und bisherigen Mainzer Weihbischof und Generalvikar Udo Markus Bentz wünschte Prälat Thomas Dornseifer mit Blick auf Libori, „dass Sie auch unsere ‚Fünfte Jahreszeit‘ liebgewinnen. Libori macht es einem leicht, sich schnell in Paderborn heimisch zu fühlen.“