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Gütersloh: Bundesweiter Förderpreis für innovatives Lernspiel

Mit „Ich regel das!“ bringt der Betreuungsverein das Thema Vorsorgevollmacht jungen Menschen auf spielerische Weise näher.

Gütersloh/Erkner. Ein besonderer Erfolg für den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Gütersloh: Der Betreuungsverein wurde mit dem BGT-Förderpreis 2026 im Gedenken an Lothar Kreyssig ausgezeichnet. Prämiert wurde das interaktive Lernspiel „Ich regel das!“, mit dem der SkF neue Wege beschreitet, um insbesondere junge Menschen für das wichtige Thema Vorsorgevollmacht zu sensibilisieren.

Die Auszeichnung wurde im Rahmen des 20. Bundes-Betreuungsgerichtstags verliehen, der vom 22. bis 24. Oktober 2026 in Erkner stattfand. Unter dem Motto „Digital. Menschlich. Selbstbestimmt! – Rechtliche Betreuung in Zeiten des Wandels“ kamen mehr als 400 Fachleute aus Justiz, Betreuungspraxis, Wissenschaft, Politik und Selbstvertretung zusammen, um über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der rechtlichen Betreuung zu diskutieren. Der dort übergebene Projektpreis wird für „Innovation und Netzwerkarbeit im Betreuungswesen“ in Andenken an Lothar Kreyssig verliehen und bundesweit ausgeschrieben.

Spielerisch für die eigene Vorsorge sensibilisieren

Mit dem E-Learning „Ich regel das!“ setzt der Betreuungsverein des SkF Gütersloh bewusst auf einen niedrigschwelligen und lebensnahen Zugang. Denn wer denkt schon in jungen Jahren darüber nach, was passiert, wenn man aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung plötzlich nicht mehr selbst entscheiden kann? Genau hier setzt die Idee an: Anhand lebensnaher Situationen vermittelt das interaktive Spiel, warum es wichtig ist, sich frühzeitig mit der eigenen Vorsorge auseinanderzusetzen und eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung aufzusetzen.

Damit gelingt es, ein oftmals als kompliziert oder wenig greifbar empfundenes Thema verständlich und anschaulich zu vermitteln. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie kreative und zeitgemäße Querschnittsarbeit aussehen kann und wie neue Zielgruppen für Fragen der rechtlichen Vorsorge erreicht werden können.

Groß ist die Freude über die Auszeichnung bei den verantwortlichen Mitarbeiterinnen Astrid Peters und Julia Bähr vom Betreuungsverein des SkF Gütersloh. Überreicht wurde der Förderpreis von Barbara Dannhäuser als Jurymitglied. Ebenfalls vor Ort war Cynthia Sander von ZuKuKu aus Berlin, die das Lernspiel mit den beiden Sozialpädagoginnen entwickelt hat.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine Bestätigung dafür, dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen und auch junge Menschen für das Thema Vorsorge zu begeistern

Astrid Peters und Julia Bähr, Betreuungsverein des SkF Gütersloh

Selbstbestimmung und persönlichen Kontakt stärken

Der Bundes-Betreuungsgerichtstag bot neben der Preisverleihung zahlreiche weitere Impulse für die Zukunft der rechtlichen Betreuung. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, wie die Selbstbestimmung und die Rechte der Menschen mit Unterstützungsbedarf auch unter digitalen und gesellschaftlichen Veränderungen gestärkt werden können. Dabei wurde deutlich, dass digitale Angebote und vereinfachte Verfahren wichtige Hilfen sein können, der persönliche Kontakt und die Zusammenarbeit aller Beteiligten jedoch unverzichtbar bleiben.

Für den SkF Gütersloh ist der Förderpreis nicht nur eine besondere Auszeichnung, sondern auch ein Ansporn, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln und Menschen jeden Alters für die Bedeutung selbstbestimmter Vorsorge zu sensibilisieren.

Das Lernspiel ausprobieren und kennenlernen

Das Spiel, dessen Weiterentwicklung noch läuft, kann hier gespielt werden:

www.skf-guetersloh.de/angebote/rechtliche-betreuungen/spiel

Zudem können die Mitarbeiterinnen in Schulen, Jugendtreffs und andere Gruppen junger Menschen eingeladen werden, um das Spiel vorzustellen und das Thema nahezubringen.

Interessierte melden sich unter info@skf-guetersloh.de oder Tel. 05241-9618517 oder 05241-9618521. Weitere Informationen gibt es neben der Homepage auch auf Instagram unter skf_guetersloh.

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