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Großes Echo auf den Brief von Erzbischof Becker

Lob, aber auch kritische Stimmen führten zu angestrebtem Dialog mit den Gläubigen

In allen katholischen Haushalten im Erzbistum Paderborn gab es in den letzten Tagen Post von Erzbischof Hans-Josef Becker: Zu Beginn des neuen Jahres war der Paderborner Oberhirte mit einem Brief auf alle Menschen und Familien in den katholischen Haushalten des Erzbistums Paderborn zugegangen. Zu dem Anschreiben gingen im Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn zahlreiche Reaktionen ein. „Lob wie Kritik ist für uns wertvoll, denn der Brief war und ist ein Angebot zum Dialog mit den Gläubigen“, erklärt Heike Meyer, die seit Dezember 2018 den Bereich „Marketing, Kommunikation und Pressestelle“ im Erzbischöflichen Generalvikariat leitet.      

In den positiven Reaktionen auf den Brief überwog die Freude darüber, mit einem persönlichen Brief von Erzbischof Becker angesprochen zu werden. „Der Brief war eine gute Investition, um für das Christentum zu werben“, kam in einer Reaktion zum Ausdruck.  

Das Schreiben von Erzbischof Becker rief aber auch kritische Stimmen hervor. Vielfach wurde der enttäuschte Eindruck geäußert, dass Frauen durch den Brief ausgegrenzt würden: Diese Wirkung kam zustande, weil der Brief zwar an alle katholischen Haushalte, jedoch pro Haushalt nur einmal zugestellt wurde – die Adressierung erfolgte dabei beim Großteil aller katholischen Ehepaare bedauerlicherweise nur auf den Ehemann.  

Der Brief schließe alle Katholikinnen und Katholiken mit ein, betont Heike Meyer: „Aber wir nehmen diesen Kritikpunkt sehr ernst. Dass durch die technischen Versandumstände ein anderer Eindruck entstanden ist, haben wir im Vorfeld zu wenig bedacht. Dafür entschuldigen wir uns ausdrücklich.“ Jedes Feedback würde helfen, es in Zukunft besser zu machen.  

„Eine Diskriminierung war nicht unsere Absicht. Wir sind dankbar für den unentbehrlichen Dienst, den Frauen an vielen Stellen in der Kirche tun. Die Ansprache von Frauen ist uns auch jetzt schon wichtig und wird künftig in einer stärker auf Zielgruppen fokussierten Kommunikation ein besonderer Schwerpunkt werden.“, kündigte Meyer an.  

Ein erstes Fazit könne schon jetzt gezogen werden: „Wir sind auch mit vielen Menschen, die anfangs verärgert oder enttäuscht waren, wirklich gut ins Gespräch gekommen und konnten viele wertvolle Impulse ableiten“, bekräftigt Heike Meyer. Genau das sei die Intention des Briefes gewesen: mit den Gläubigen in eine offene Kommunikation zu kommen.          

Download: Vollständiger Brief von Erzbischof Hans-Josef Becker im Wortlaut

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