Schmutzige Händchen
Dreckige Hände. Niemand will sie anfassen. Bis ein Kind zugreift und sagt: „Ich gehe mit dir.“ Fronleichnam beginnt dort, wo einer sich nicht vom Schmodder abschrecken lässt.
Dreckige Hände. Niemand will sie anfassen. Bis ein Kind zugreift und sagt: „Ich gehe mit dir.“ Fronleichnam beginnt dort, wo einer sich nicht vom Schmodder abschrecken lässt.
Nachts klingelt es bei Opa Fritz: Wieder ist ein Auto in der Wiese gelandet. Also Trecker raus, Abschleppseil dran, helfen. Ohne Vorwürfe, ohne Genervtheit. Ein starkes Bild für einen Gott, der auch dann nicht wegschaut, wenn der eigene Lebenskarren im Dreck steckt.
Man sitzt jahrelang mit am Tisch, würfelt, spielt, geht ein und aus. Und irgendwann fällt ein Satz, der alles in ein anderes Licht rückt: „Ihr gehört zur Familie.“ Manchmal erfährt man erst spät, welchen Platz man längst im Leben eines anderen hat.
Strömender Regen, irgendwo in der Normandie. Die Harley liegt auf der Straße, der Oberschenkel schmerzt und weit und breit ist niemand zu sehen. Manchmal zeigt sich erst in solchen Momenten, wie wenig wir unterwegs wirklich in der Hand haben.
Ein Freund bittet um Hilfe. Man liefert gerade so viel, dass es nach Einsatz aussieht, und hakt die Sache innerlich ab. Wird schon reichen. – Wirklich?
Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Klingt vernünftig. Bis plötzlich die Frage im Raum steht, ob es wirklich ums Kind geht oder auch um die eigenen Wünsche, Ängste und Erwartungen. Da wird aus Fürsorge schnell ein ziemlich unbequemer Spiegel.
Mit Vollgas durch Utah, nachts an Klippen entlang, dann reißt auch noch ein Keilriemen. Was im Urlaub nach Abenteuer klingt, wird plötzlich zur Vertrauensprobe. Denn im Dunkeln zählt vor allem eins: einem zu folgen, der den Weg kennt.
Bei der Führerscheinprüfung kann man sich auf vieles vorbereiten. Auf Theoriefragen, Verkehrsregeln, sogar auf typische Fehler. Schwieriger wird es, wenn die Nerven durchgehen. Gut, wenn dann nicht nur die Fehler zählen.