Die beiden indischen Karmeliter-Patres, Ruben Pinheiro und Antony Padamattummal, luden aus Anlass ihres Ordensfestes zum Gottesdienst in die Freudenberger St. Marien-Kirche ein. Zahlreiche Gläubige aus den Gemeinden des Pastoralen Raumes Siegen-Freudenberg, in dem die Ordensmänner seelsorgerisch wirken, waren der Einladung gefolgt. Einige Gebete des Gottesdienstes wurden ebenso wie manche Gesänge in der indischen Landessprache Malayalam vorgetragen. Pater Antony ging in seiner Begrüßung auf die Entstehung des Karmeliterordens ein, der seinen Ursprung in den Einsiedler-Höhlen des Karmelgebirges im Nordwesten Isaraels, wo schon der Prophet Elija gelebt und gebetet hat.
Dem Leben Sinn verleihen
Pfarrer Karl-Hans Köhle, Leitender Pfarrer des Pastoralen Raumes, übertrug in der Festpredigt die Spiritualität der Karmeliter, die darin bestehe, in Gott ein „Du“ und einen Freund zu finden, auf unsere heutige Zeit. Auch heute hätten Menschen das Bedürfnis, ihr Leben und die Wirklichkeit geistlich zu deuten. Menschen trügen gerade in dieser unsicheren Zeit eine Sehnsucht nach Sinn in sich. „Die Karmel-Spiritualität kann uns helfen, unserem Leben mehr Sinn zu geben, indem wir Gott suchen und ihn als unseren Freund in unser Leben hinein nehmen“, schloss er seine Ausführungen, nicht ohne den beiden Geistlichen und ebenso den indischen Schwestern, die im Siegener Marienkrankenhaus wirken, für ihren Dienst, fernab der Heimat, zu danken. Dem Gottesdienst schloss sich ein Empfang im und um das Gemeindehaus an, bei dem die Gäste indische Speisen probieren konnten. Die Messdiener sorgten für die Dekoration, indem sie zahlreiche Landesflaggen gestaltet und zu einer Girlande zusammengefügt hatten, um der Internationalität des Festes Ausdruck zu verleihen.