„Wir wünschen Ihnen für diese herausfordende Aufgabe Kraft, Mut, und viele Gaben des Geistes“, schreibt Dechant Karl-Hans Köhle in einem Glückwunschschreiben. „Mögen Sie die Nähe Ihres Schutzengels für diesen neuen Auftrag immer spüren! Wir sagen Ihnen unsere Gebete zu“.
Das Siegerland hat eine besondere Nähe zum Heimatbistum des neuen Erzbischofs: bis zur Neustrukturierung der kirchlichen und politischen Strukturen zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Siegerland seit seiner Christianisierung durch Bonifatius und seine Gefährten vor rund 1000 Jahren zum Bistum Mainz. Die ältesten noch bestehenden Kirchen des Siegerlandes, in Siegen und Netphen, die heute evangelischen Martini-Kirchen, tragen das Patrozinium des hl. Martin von Tours, des Mainzer Dom- und Stadtpatrons. Die heute älteste katholische Kirche im Dekanat Siegen, St. Marien in der Siegener Oberstadt, wurde nachweislich noch im Jahr 1729 vom damaligen Mainzer Weihbischof geweiht. Erst 1821 wurde das Dekanat Siegen dem Erzbistum Paderborn zugeteilt.
Zwischen Mainz und Paderborn
Ein vom Dekanat Siegen herausgegebenes Geschichtsmagazin trägt den Titel: „Zwischen Mainz und Paderborn – Katholische Kirche im Siegerland und Wittgensteiner Raum“. Im vergangenen Jahr nahmen die Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz diese Verbundenheit zum Anlass, den Bischof von Mainz zu besuchen.
Am Samstag mittag, während der Vorstellung des neuen Paderborner Erzbischofs, läuteten im gesamten Dekanat Siegen die Glocken der katholischen Kirchen.