„Ich freue mich bei jeder Firmspendung über das ‚Amen‘ der Firmlinge, mit dem sie zu Gott Ja sagen. Sie bekräftigen mit ihrem Wort, dass sie durch Gottes Geist in ihrem Leben und Glauben geführt werden möchten und zur Kirche gehören“, unterstreicht Weihbischof Matthias König. Der Weihbischof in Paderborn denkt dabei an die rund 2.500 jugendlichen Firmlinge, denen er im Laufe eines Jahres das Firmsakrament spendet. Er denkt aber auch an zahlreiche Firmlinge, die sich erst im Erwachsenenalter für die Firmung entscheiden. „Einen erwachsenen Menschen zu firmen, ihm sakramental Gottes Geist zuzusagen, fasziniert mich immer wieder, da er in der Regel sehr viel Lebenserfahrung mitbringt, die auch im Empfang des Firmsakraments gegenwärtig ist“, sagt Weihbischof König. Die eigene Firmspendung für erwachsene Firmlinge wird in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie in der Propsteikirche St. Walburga in Werl gefeiert.
Gestärkt auf dem Lebens- und Glaubensweg
Schon oft sei er in der Propsteikirche St. Walburga in Werl zu Gast gewesen und habe dort Jugendlichen das Firmsakrament gespendet, erinnert sich Weihbischof König. Aber dass nun die vom Erzbistum zweimal im Jahr angebotene spezielle Firmfeier für Erwachsene in Werl stattfindet, das sei Premiere. Im Frühjahr empfangen Erwachsene sonst immer im Paderborner Dom das Firmsakrament und in der Adventszeit wird ein Firmgottesdienst in Dortmund in der dortigen Propsteikirche gefeiert. Aufgrund der Auflagen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Abstandsregelungen wurde jetzt entschieden, dass die Erwachsenenfirmung in der Adventszeit nun in der Propsteikirche in Werl stattfinden soll, denn dort ist mehr Platz für die Firmlinge und die Gottesdienstteilnehmer.
Erwachsenenfirmung in Werl
Der Firmgottesdienst wird gefeiert am Montag, 7. Dezember 2020, um 18 Uhr in der Propsteikirche St. Walburga in Werl (Kirchplatz 1, Werl). Die Personen, die sich für den Empfang des Firmsakramentes interessieren, müssen die jeweilige Pfarrgemeinde ihres Wohnortes ansprechen. Dort erfolgt die Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakraments und von dort geht auch die Information an Weihbischof Matthias König als Spender des Firmsakraments.
Stichwort: Firmung
In der Firmung wird das, was in der Taufe eines Menschen grundgelegt wurde, vollendet und bekräftigt. Die Firmung gehört neben Taufe und Eucharistie zu den Eingliederungssakramenten. Durch die Firmung wird der Einzelne gestärkt und beauftragt zu einem bewussten Leben als Christ in der Nachfolge Jesu. Spender des Firmsakramentes ist in der Regel der Erzbischof oder einer seiner Weihbischöfe.
Die Spendung des Sakramentes erfolgt durch Handauflegung und Salbung der Stirn des Firmlings mit Chrisam. Dabei spricht der Bischof den Firmling mit seinem Taufnamen an und sagt: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Der Firmling wird durch einen Firmpaten begleitet. Das Mindestalter für den Empfang des Firmsakramentes liegt in Deutschland bei zwölf Jahren. Während der Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes, die sich oft über mehrere Monate erstreckt, helfen Firmbegleiter den Firmbewerbern, ihren Glauben zu vertiefen und die Bedeutung des Firmsakramentes kennen zu lernen.