Der Austausch darüber, wie neue Techniken die Arbeitswelt aber auch die Gesellschaft verändern war Gegenstand des Gesprächs, zu dem die Kommende Dortmund, das Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, den Informatiker Dr. Nhiem Lu von der Fachhochschule Dortmund und den Ingenieur Dirk Wettlaufer, Leiter des Werkes Lünen der Albrecht Jung GmbH & Co. KG, eingeladen hatte.
Schnell wurde in dem Gespräch deutlich, dass die ethische Debatte dem technischen Fortschritt oft hinterherhinkt. „Digitale Ethik wurde in der Informatik lange ausgeklammert“, kritisierte Dr. Nhiem Lu.
Einig waren sich Experten und Publikum darüber, dass es notwendig sei, ethische Grundsätze aus der analogen Welt auch digital anzuwenden. Zu oft würden in der digitalen Welt aber andere Regeln gelten. So gab Dr. Nhiem Lu zu bedenken, dass viele schon mal ein ungesichertes WLAN für den Zugang zum Internet genutzt hätten, während die Hemmschwelle, eine fremde Wohnung durch eine unverschlossene Tür zu betreten, doch weitaus größer sei.
Zahlreiche ethische Fragen, die sich erst durch die Digitalisierung stellten, seien noch nicht abschließend beantwortet, wie etwa die, der Programmierung autonomer Fahrzeuge für bestimmte Unfallsituationen, in denen zwangsläufig Menschen zu Schaden kommen würden. Wer habe dann das Recht, durch Programmierung darüber zu entscheiden, wer zu Schaden kommt?