Für Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen steht die Haltung der Kundschafter im Mittelpunkt des Programms: „Das biblische Motiv der Kundschafter und Traubenträger beschreibt Menschen, die ausgesandt werden, um ein Land und seine Bewohner kennenzulernen, die Früchte ihres Lebens zu entdecken und davon zu berichten. Auf SPIRIT EXPO|SURE übertragen bedeutet das: Die Teilnehmenden sollen erkunden, wie Menschen in unterschiedlichen Regionen ihren Glauben leben, was ihre Gemeinden trägt und vor welchen Herausforderungen sie stehen.“ Dabei gehe es nicht darum, vorschnell zu urteilen oder fertige Lösungen zu übertragen, sondern aufmerksam hinzusehen, zuzuhören und Fragen zu stellen.
„Wir wollen Menschen aussenden, die mit offenen Augen und Ohren entdecken, was Kirche und Glaube in unterschiedlichen Ländern prägt. Es geht nicht darum, kirchliche Modelle miteinander zu vergleichen, sondern die Lebenswirklichkeiten vor Ort kennenzulernen und ihre besonderen Erfahrungen wahrzunehmen“, erklärt Austen.
Zugleich sei es eine Chance, sich auf neue Begegnungen und ungewohnte Erfahrungen einzulassen. „Unser Glaube lebt von Menschen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen. Wenn wir uns auf andere Lebenswirklichkeiten einlassen, können wir entdecken, was uns als Weltkirche verbindet und welche Perspektiven sich daraus für die Zukunft der Kirche ergeben“, verdeutlicht Austen.
SPIRIT EXPO|SURE versteht sich dabei nicht als klassisches Studienprogramm, sondern als spiritueller Lernweg, der von persönlicher Begegnung, Respekt und Dialog geprägt ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gottes Gegenwart dort erfahrbar wird, wo Kirche klein, vielfältig oder für viele Menschen kaum noch vertraut ist und was das für Christinnen und Christen in einer zunehmend säkularen Gesellschaft bedeutet.