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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Für Menschen berufen

Vier Menschen aus dem Erzbistum Paderborn bereiten sich auf ihre Sendung zum Dienst in der Kirche vor.

Rund 270 Menschen sind aktuell als Gemeinde- und Pastoralreferenten im Erzbistum Paderborn aktiv. Ihr Arbeitsalltag verbindet den Dienst an den Menschen mit dem persönlichen Glauben. Da, wo Katholiken zusammenkommen, und Kirche gestalten, sind sie mittendrin.

© Anna-Sophie Meyer / Erzbistum Paderborn

Elias Räker, Lisa-Marie Glorius, Lea Liebendahl und Stefan Hoffmann haben sich ebenso dazu entschieden, ihre Berufung zum Beruf zu machen. In wenigen Tagen, am 26. September 2026, werden sie von Weihbischof Josef Holtkotte in den kirchlichen Dienst als Gemeinde- oder Pastoralreferenten entsandt.

Elias Räker, Heilig Geist Bergkamen

„Junge Menschen sollen positive Erfahrungen mit Kirche machen.“ Das liegt Elias Räker besonders am Herzen, wenn er an seine bevorstehende Tätigkeit in der Pfarrei Heilig Geist Bergkamen denkt. „Ich habe mich dazu entschieden, Gemeindereferent zu werden, weil es mir Freude macht, den christlichen Glauben weiterzugeben“, erklärt der 24-Jährige Soester. Als Gemeindereferent freue er sich vor allem auf den Kontakt zu den Ehrenamtlichen und darauf, „Menschen auf ihren ganz individuellen Lebens- und Glaubenswegen zu begleiten.“

Elias Räker hat Angewandte Theologie an der katho in Paderborn studiert. In seiner Ausbildungszeit war er unter anderem im Pastoralen Raum Unna-Fröndenberg-Holzwickede tätig. Besonders geprägt habe ihn die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen während des Religionsunterrichts in der Overberg Grundschule in Fröndenberg und innerhalb der Erstkommunionvorbereitung. „Die Dankbarkeit, die ich während meiner verschiedenen Tätigkeiten erfahren habe, hat mich in meinem Berufswunsch bestärkt, erklärt Elias Räker.

Lisa-Marie Glorius, St. Marien Schwerte

Auch Lisa-Marie Glorius hat vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in ihrer Ausbildungszeit geprägt. Nachdem sie zunächst Lehramt studierte, unter anderem mit dem Fach Katholische Theologie, schloss sie ihre Ausbildungszeit zur Gemeindereferentin im Pastoralen Raum Hagen-Mitte-West und in der Pfarrei St. Marien Schwerte an. Hier, in Schwerte, werde sie auch nach ihrer Entsendung durch Weihbischof Josef Holtkotte wirken. Mich haben immer wieder die Momente, in denen ich gespürt habe ‚Gott führt mich auf meinem Weg und ich darf ihm vertrauen‘ darin bestärkt, meiner Berufung zu folgen“, berichtet Lisa-Marie Glorius. Jetzt, kurz vor ihrer Sendung, freue sich Glorius darauf, als Seelsorgerin für Menschen unterschiedlichen Alters da sein zu können, ihnen neue Räume zu eröffnen, um Gott in seiner Liebe zu erfahren. „Besonders wichtig ist mir, Jugendliche und junge Erwachsene, die auf der Suche sind, erfahren zu lassen, dass sie willkommen sind, dass sie ‚genug‘ sind und von Gott geliebt werden – jeder und jede Einzelne mit allen Fragen, Zweifeln, und verschiedenen Hintergründen“, fasst Lisa-Marie Glorius, die ursprünglich aus dem Bistum Aachen kommt, zusammen und ergänzt eine Bibelstelle aus dem Buch Jesaja, die ihr in diesem Zusammenhang besonders wichtig ist: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen … Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe.“

Lea Liebendahl, Hl. Dreikönige Dortmund / BVB-Gründerkirche

„Als gläubige Christin setze ich mich für eine bunte und vielfältige Welt ein“, beschreibt Lea Liebendahl ihren Glauben. Die 28-jährige Dortmunderin ergänzt: „Wenn wir alle beginnen, über den Tellerrand zu blicken, und unsere Sichtweise nicht als Standard, sondern als einen Blick unter vielen wahrzunehmen, dann können wir anfangen, die Umfänglichkeit von Nächstenliebe zu verstehen.“ An ihrer neuen Aufgabe als Pastoralreferentin, die sich zwischen der Katholischen Kirchengemeinde Hl. Dreikönige Dortmund und der BVB-Gründerkirche aufteilen werde, reize sie vor allem das Altbekannte: „Ich bin in Dortmund-Westerfilde aufgewachsen und habe nie ein anderes als ein weltoffenes Weltbild kennengelernt. Ich fühle mich wohl in der Buntheit der Menschen und freue mich sehr, diese Vielfalt nun auch beruflich zu erleben.“ Nach ihrem Master of Education an der TU Dortmund war sie im Pastoralen Raum Lippstadt und in der Marienschule Lippstadt tätig. Hier habe sie besonders beeindruckt, zu sehen, wie sich junge Menschen in ihren Meinungen, ihrem Sein und ihrem Glauben entwickelten.
Nicht zuletzt sei ihr beruflicher Weg auch durch ihr Engagement in der KjG beeinflusst: „Ich bin seit vielen Jahren in der KjG – erst als Kind, dann als Leiterin. Dieses Ehrenamt hat mein Welt- und Gottesbild geprägt, und genau daraus schöpfe ich heute während meiner Arbeit“, erklärt Lea Liebendahl und ergänzt: „In meinem Beruf möchte ich Menschen die Möglichkeit geben, ebenfalls ein offenes und buntes Gottesbild kennenzulernen.“

Stefan Hoffmann, Aufbau und Leitung einer Stelle für Erwachsenenkatechumenat und Glaubensvertiefung für das Erzbistum Paderborn mit Sitz in der KHG Dortmund

Wenn Stefan Hoffmann auf die Zeit nach seiner Entsendung blickt, freut er sich vor allem darauf, „Menschen auf ihrem je eigenen persönlichen Glaubensweg zu begleiten und ihnen zu helfen die Schönheit eines Lebens in Freundschaft mit Gott zu entdecken.“ Schon als Kind habe der heute 52-jährige Diplom-Theologe Freude daran gehabt, seinen Glauben weiterzugeben und anderen davon zu erzählen, wie der Glaube das Leben bereichern kann. Seinen persönlichen Glauben beschreibt Stefan Hoffmann heute als „tragendes Fundament, Ressource und durch Umwege und Lebenserfahrungen geprägt.“
Während seiner Ausbildungszeit war Stefan Hoffmann in der KHG Dortmund und in der Pfarrei Hl. Dreikönige in der Dortmunder Nordstadt tätig. Während dieser Zeit habe er an der KHG ein Programm für internationale Studierende aufgebaut und die Sozialberatung verantwortet. In der Pfarrei Hl. Dreikönige sei sein Ausbildungsalltag unterdessen von der Sozialpastoral und Angeboten zur Glaubensvertiefung geprägt gewesen.

Als Pastoralreferent wird Stefan Hoffmann eine neue Stelle für Erwachsenenkatechumenat und Glaubensvertiefung für das Erzbistum Paderborn aufbauen und leiten. Außerdem führt er seine Tätigkeit als Berater der Anlaufstelle der Deutschen Bischofskonferenz für alle, die als Erwachsene Gewalt in der Kirche erlebt haben, fort. „Gott hat mir Gaben und Fähigkeiten gegeben, die ich in der Kirche einbringen kann. Dass ich glauben kann, ist ein Geschenk – ich darf die Schönheit des Glaubens bezeugen“, erklärt Hoffmann abschließend die Bedeutung, die seine Berufung für ihn habe.

Ein Beitrag von:
Text

Isabella Maria Struck

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Bilder

Anna-Sophie Meyer

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