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© Photo Kozyr / Shutterstock.com
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Für Gottes Gaben danken

Landfrauen schmücken zum Erntedankfest Paderborner Dom mit Erntekrone und heimischen Früchten

Die beeindruckende Erntekrone und die zahlreichen bunten Früchte aus heimischen Gärten und Feldern sind im Altarraum des Paderborner Domes ein wirklicher Blickfang: Zahlreiche Besucher des Gotteshauses bewundern die von Frauen des Kreislandfrauenverbandes Paderborn-Büren geschaffene farbenfrohe Augenweide. Bereits zum sechzehnten Mal haben sie zum Erntedankfest eine Erntekrone gebunden, Getreide, Obst, Früchte und Gemüse von heimischen Höfen gesammelt, um mit dem Schmücken des Paderborner Domes zugleich Gott Dank zu sagen für die vielfältigen Gaben der Schöpfung. Dompastor Dr. Nils Petrat dankte den Frauen des Ortsverbandes Borchen am Freitag für ihr Engagement. Sowohl Dompropst Joachim Göbel als auch der Paderborner Dompastor haben einen besonderen Bezug zur diesjährigen Erntekrone, denn sie waren dabei, als die Erntekrone im September auf dem Hof von Hannelore und Josef Drüke in Alfen gewickelt wurde.

Landfrauen des Ortsverbandes Borchen haben im Hohen Dom zu Paderborn eine Erntekrone aufgestellt. Damit wird auf das Erntedankfest hingewiesen. Im Uhrzeigersinn: Anja Sauerland, Regina Franke, Kornelia Wegener, Hannelore Drüke, Maria Lückehe, Anne Salm, Monika Wegener, Dompastor Dr. Nils Petrat. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Uns Menschen ist die Schöpfung von Gott anvertraut, damit wir sie behüten und bewahren. Als Menschen sind wir ein Teil von Gottes Schöpfung“, erklärte Dompastor Dr. Nils Petrat als Vertreter des Paderborner Metropolitankapitels. Die aus Getreidegarben kunstvoll gefertigte Erntekrone, die vielfältigen Früchte und das Obst würden in den kommenden Tagen die Besucher des Domes daran erinnern, dass alle guten Gaben von Gott kommen. Erntedank mache bewusst, dass Menschen reich beschenkt seien durch die Gaben Gottes.

Engagement für Gottes Schöpfung

Landfrauen des Ortsverbandes Borchen haben Anfang September – erschwert durch die Corona-Schutzmaßnahmen – auf dem Bauernhof von Hannelore und Josef Drüke in Alfen die Erntekrone für den Paderborner Dom hergestellt. Anja Sauerland, Regina Franke, Kornelia Wegener, Hannelore Drüke, Maria Lückehe, Anne Salm und Monika Wegener stellten die Krone auf und schmückten den Altarraum mit Früchten aus Gärten und Feldern. Kornelia Wegener, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Paderborn-Büren sowie Vorsitzende des Ortsverbandes Borchen, nannte es eine gute Tradition, die Bischofskirche zum Erntedankfest zu schmücken und so für die guten Gaben der Schöpfung zu danken. „Bäuerinnen und Bauern wissen, dass die Erträge trotz technischer Unterstützung nicht planbar sind. Wenn Verbraucher dieses Wissen teilen, den hohen persönlichen Einsatz und das finanzielle Risiko bei der Produktion kennen, werden auch sie dankbar für die Ernte sein“, so Wegener. Es sei wichtig, dass durch die Politik erlassene Vorschriften, Gesetze und Verbote die Arbeit der Landwirte nicht gefährde.

Für die Landfrauen aus Borchen war es nach dem Aufstellen der Erntekrone im Dom eine Premiere, als sie erstmals den Kapitelsaal des Metropolitankapitels neben dem Paderborner Dom betraten. Dompastor Dr. Petrat bedankte sich hier mit einem Kaffee für das Engagement. Er stellte mit einem Schmunzeln fest, dass es ebenso eine Premiere sei, dass so viele Frauen am Tisch des Kapitelsaals sitzen.

Dank-Gebet

Nach dem Aufstellen der Erntekrone beteten Dompastor Dr. Nils Petrat und die Landfrauen: „Herr, du Schöpfer der Welt, wir feiern einen Tag des Dankens. Wir freuen uns über die Früchte der Erde, über die Kartoffeln, das Getreide und den Mais, über Tomaten und Äpfel, über Pfirsiche und den Kürbis, über all das, was du uns gibst. Wir danken den Menschen, die das Jahr über dafür gearbeitet haben. Erntedank, das heißt auch, die eigene Ernte des Lebens einfahren, dankbar sein für das, was mir geschenkt wurde, was durch andere Menschen gewachsen ist, ohne mein Zutun, mit deinem Segen.“

Erntedank-Fest

Die katholische Kirche im deutschsprachigen Raum feiert Erntedank am 1. Sonntag im Oktober. Es ist in vielen Gegenden üblich, den Altar mit Erntegaben zu schmücken oder diese im Verlauf der Heiligen Messe zum Altar zu bringen. In manchen Gemeinden werden die Erntegaben auch gesegnet. Oft ist der Gottesdienst mit einer Solidaritätsaktion zugunsten hungernder Menschen verbunden. Einen einheitlichen Termin für das Erntedankfest gibt es in der Weltkirche nicht, da die Ernte je nach Klimazone und Breitengrad zu unterschiedlichen Zeiten stattfindet.

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