Zum Tag des offenen Denkmals 2026 bietet das Paderborner Metropolitankapitel vom 8. bis 18. September 2026 insgesamt 20 Domturm-Führungen an. Zudem stellen am Dienstag, 8. September 2026, um 18 Uhr die Glockensachverständigen des Erzbistums Paderborn das Domgeläut bei einem Vortrag im Forum St. Liborius vor. Am 28. Juli 1951 waren die sechs Gussstahlglocken des Hohen Domes erstmals in Paderborn zu hören. Zum 75-jährigen Jubiläum steht das Domgeläute erstmals auf dem Programm rund um den Tag des offenen Denkmals. Anmeldungen zu den 20 Führungen sind ab sofort über ein Formular auf der Homepage dom-paderborn.de möglich.
Der mächtige Westturm des Paderborner Doms beherbergt ein besonderes Klangdenkmal: Das installierte Hauptgeläut gilt als das erste Glockenwerk aus Gussstahl in einer europäischen Kathedrale. Sechs der mittlerweile acht Glocken des Hauptgeläutes wurden 1951 in Bochum aus Gussstahl produziert. Sie sind insbesondere vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit dem Thema „Frieden“ gewidmet. Zwei jüngere Glocken aus Zinnbronze, die 2017 und 2018 in den Niederlanden gegossen wurden, vervollständigen als größte und kleinste Glocke das Turmgeläut. Durch das Geläut des Paderborner Domes wird Baugeschichte hörbar und – anlässlich des Tages des offenen Denkmals – bei der Besteigung des Domturms sogar sichtbar.