Dem Festakt mit zahlreichen Gästen, der vor dem neuen Museumseingang stattfand, ging ein festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius voraus. Musikalisch begleitet wurde die heilige Messe vom Kirchenchor Clarholz Lette unter der Leitung von Matthias Wrede.
Zelebriert wurde der Gottesdienst von Prof. Dr. Johannes Meier und Pastor Josef Kemper sowie von Dr. Franz-Josef Hermann Bode, der bis 2023 Bischof von Osnabrück und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz war. Er wurde im selben Jahr zum Priester geweiht, wie Prof. Meier und ist ihm seit langem freundschaftlich verbunden.
Für die Predigt hatte Johannes Meier, der als Theologe und Universitätsprofessor lange an der Universität Mainz geforscht und gelehrt hat, die Theologin Sara-Marie Hüser gewinnen können. Sie ist Pastoralreferentin und Ausbildungsleiterin im Haus der kirchlichen Berufe in Mainz. „Die Theologie öffnet sich weiten Bereichen und Wissenschaften, sie hat ihren Platz in der Gesellschaft“, so die junge Theologin, Mit Bezug auf die Lesung des Abends aus dem Evangelium (Joh 3,16-18), in der es heißt: „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“, betonte sie, dass Gott auf alle Menschen zukommt und wir die Freiheit haben, ihm im Glauben zu antworten. „Wenn uns aber niemand von Gott erzählt, wie soll ich dann zu ihm finden?“ Hier betonte Sara-Marie Hüser die Aufgabe der geistlichen Berufe. Sie blickte auf ihre eigene Entscheidung und die von Johannes Meier, der vor 50 Jahren die Priesterweihe empfangen hat. „Er hat mich ermutigt, eine Zeit lang in Lateinamerika zu verbringen, und dort zu lernen und zu wirken, so wie er es getan hat.“ Mit Bezug auf den Dreifaltigkeitssonntag schloss sie mit dem Gruß aus dem Korintherbrief des Paulus: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“