In allen vier Evangelien werde deutlich, dass die Auferstehung Jesu schwer zu „fassen“ gewesen sei, sagte der Paderborner Oberhirte in seiner Predigt: „Die Jünger mussten durch alle Tiefen des Fragens und Zweifelns, der Skepsis und der Resignation hindurch. An diesem denkwürdigen Osterfest 2020 finden wir uns vielleicht darin wieder und fragen uns: Dürfen wir über den Tod hinaus hoffen?“
Der Tod ist nicht das Ende
Das Osterevangelium gebe darauf keine „einfache“ Antwort, fuhr Erzbischof Becker fort. In den biblischen Texten sei nirgends das Geschehen der Auferstehung selbst berichtet. „Es heißt dort: Der Tote ist erhöht, er ist verherrlicht, er ist nicht im Tod geblieben“, veranschaulichte Erzbischof Becker. „Das will uns sagen: Der am Kreuz Gestorbene tritt mit seinem Tod in die Sphäre Gottes ein. Er hat am Kreuz zwar den Tod, aber nicht das Ende gefunden. Auferstehung heißt dann: Beginn eines anderen, mit unseren Begriffen letztlich nicht fassbaren Lebens.“