Die derzeitige US-Regierung pflege die Methode der politischen Reizüberflutung, die viele Menschen durch immer neue Nachrichten und Entscheidungen überfordere, kritisierte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Beginn seiner Predigt. Auch in den Medien, vor allem in Social-Media-Kanälen, sei vielfach eine „Flut an Banalität und Müll“ zu beobachten. Hier bekomme das Fasten einen sehr „konkreten Anknüpfungspunkt“ für das eigene Leben: „Wie viel und welche Qualität an Information und Unterhaltung will ich an mich heranlassen? Wie kann ich bewusst gegensteuern und einen anderen Akzent setzen?“, fragte der Paderborner Erzbischof.
Beim Fasten als geistlichem Weg der Erneuerung und Umkehr zähle nicht der Verzicht um des Verzichtes willen. „Es geht darum, leer zu werden von dem, was wir gedankenlos tun und womit wir überflutet sind in einem Übermaß, das uns nicht guttut. Fasten ist ein Weg zu neuer Freiheit“, erklärte Erzbischof Dr. Bentz. Das Wiedergewinnen an Freiheit von Überfülle schaffe eine „neue Sensibilität für das, was von Bedeutung ist und was uns neue Souveränität für unser eigenes Leben bringt.“