Der kommende Montag, 5. Oktober 2026, ist sicherlich nicht nur für Historiker oder Familienforscher auch weit über das Erzbistum Paderborn hinaus ein Datum, das sie lange Zeit herbeigesehnt haben: Das Erzbistumsarchiv Paderborn geht erstmals mit seiner Bestände-Übersicht online und ermöglicht damit allen Interessierten, sich „von zu Hause aus“ einen Überblick über die gebotenen Informations- und Forschungsmöglichkeiten zu verschaffen. „Langfristig möchten wir selbstverständlich alle Archivalien der ältesten Bestände digital präsentieren und damit allen weltweit zur Verfügung stellen“, bekräftigt Erzbistumsarchivar Domvikar Hans Jürgen Rade. Das sei ein „ehrgeiziges und ambitioniertes Ziel“, ein Zukunfts-Ziel, das durch die engagierten und motivierten Archivmitarbeitenden aber umsetzbar sei, ergänzt Michael Streit als Geschäftsführer des Erzbistumsarchiv. Die Erschließungs- und Digitalisierungsarbeit der Bestände werde mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die gute Nachricht dabei: Das, was bereits erschlossen und digitalisiert ist, wird kontinuierlich online gestellt und steht damit jetzt schon zur Verfügung.
Der 5. Oktober als Start der Online-Präsentation der Bestandsübersicht des Erzbistumsarchivs wurde bewusst gewählt, erläutert Erzbistumsarchivar Rade: Es ist der Gedenktag des heiligen Meinolf von Böddeken (gestorben 857), der als Archidiakon auch die Verantwortung für das Archiv des jungen Bistums Paderborn trug. Als Gedächtnis des Erzbistums Paderborn hütet das Erzbistumsarchiv eine Fülle von Dokumenten, die die Erinnerung an den Weg des Erzbistums, seiner Einrichtungen und Pfarreien durch die Geschichte bewahren.