Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower
© Andrea Krogmann / KNA
© Andrea Krogmann / KNA

Erzbischof Bentz ermöglicht spontan hebräisch-arabisches Jugendtreffen und wird dafür geehrt

Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz hat ein hebräisch-arabisches Jugendfest in Israel unterstützt - und es damit erst möglich gemacht. Die Hebräischsprachige Gemeinde im Heiligen Land danken es ihm jetzt mit einer Auszeichnung.

Derzeit befindet sich Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz im Heiligen Land. Als Dank für seine Unterstützung für ein hebräisch-arabisches Jugendfest in Israel hat der Erzbischof die Ehrenmedaille des Vikariats für die hebräischsprachigen Katholiken erhalten. Sein Beitrag habe die Durchführung erst ermöglicht, sagte der Vikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Piotr Zelazko, am Montag in Jerusalem.

Piotr Zelazko überreichte die Medaille zum 70-jährigen Bestehen des Vikariates bei einem Treffen mit einer internationalen Gruppe von Bischöfen. Der Paderborner Erzbischof nimmt als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz an dem internationalen Bischofstreffen teil.

Das Fest mit dem Motto „Seid fröhlich“, das nach kriegsbedingter Verschiebung im Oktober am Marienheiligtum Deir Rafat zwischen Tel Aviv und Jerusalem stattfand, brachte laut Zelazko rund 200 arabischsprachige und hebräischsprachige christliche Jugendliche aus Israel sowie jugendliche christliche Migranten zusammen. Dies sei ein „Zeugnis für die Einheit“ in schwierigen Zeiten im Heiligen Land.

Spontane Hilfe

Seine Unterstützung für das Jugendfest sei eine spontane Entscheidung gewesen: „Es war eine fantastische Begegnung und ein großartiges Projekt der Versöhnung. Aber die Mittel fehlten, hatte ich diese Unterstützung spontan zugesagt“, erklärte Erzbischof Bentz. Das Fest sei ein Beispiel für das, was Papst Leo XIV. meine, wenn er von einem entwaffneten und entwaffnenden Dialog spreche, so Bentz. In der konkreten Begegnung stießen die verschiedenen Lebensrealitäten der Jugendlichen aufeinander. Es sei beeindruckend, wie Dialog in Kreativität, aber auch gemeinsames Essen, Gesang und Gottesdienste Beziehungen schafften. Das Zusammentreffen von arabisch-israelischen christlichen Jugendlichen mit christlichen Altersgenossen aus der hebräischsprachigen, jüdisch geprägten Gesellschaft ist nach Worten von Patriarchalvikar Zelazko ein sensibles Thema. „Das Wort Normalisierung ist zur Waffe geworden. Jede Zusammenarbeit mit der anderen Seite steht im Verdacht des Verrats“, so der polnische Priester. Indem die unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche zusammenkämen, könnten sie zeigen, dass sie alle auf „derselben Seite, der Seite des Friedens“ stünden und damit die „Aufgabe der Christen wahrnehmen zu zeigen, dass Frieden möglich ist“.

Christentum präsent halten

Die Jugendarbeit bezeichnete der Patriarchalvikar als wesentlichen Pfeiler seiner Arbeit. Die meisten hebräischsprachigen Jugendlichen wüchsen in einem jüdischen Milieu auf. Spätestens mit dem Eintritt in die israelische Armee werde es für viele schwierig, ihren Glauben zu leben. Durch die Jugendarbeit wolle man den christlichen Glauben im Leben dieser Jugendlichen präsent halten. Vor besonderen Herausforderungen stehen laut dem Vikariat die Kinder von christlichen Arbeitsmigranten, die in einem hebräisch-jüdischen Kontext aufwüchsen, jedoch keinen rechtlichen Status in Israel hätten. „Die Kirche unterstützt und stabilisiert sie“, betonte Erzbischof Bentz die Bedeutung der kirchlichen Migrantenarbeit. „Gleichzeitig laufen wir auf eine Aussichtslosigkeit zu, wenn sie 18 Jahre alt werden und keinen rechtlichen Status haben.“

Weitere Einträge

© artin1 / Shutterstock.com

Unsere Nachrichten Pfarrer Paul Nikolajczyk verstorben

Das Erzbistum Paderborn trauert um Pfarrer i. R. Paul Nikolajczyk. Er starb am Mittwoch, dem 30. September 2026.
© Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic

Unsere Nachrichten Die deutschen Bischöfe positionieren sich zu KI

Übernimmt Künstliche Intelligenz bald das Kommando? Diese Frage stellten sich die deutschen Bischöfe auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda. Erzbischof Bentz plädierte für eine richtige Balance.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Unsere Nachrichten Eine katholische Art, Medizin zu leben?

Erzbischof Bentz besucht beim Amtssitzwechsel Kinderklinik, pflegende Ordensschwestern und Klinikseelsorge im Marien Hospital Witten
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0