Gemeinschaft, die wächst
Die Erstkommunion ist ein Ereignis, das Raum einnimmt – bunt, lebendig und voller Energie. Mit Projekttagen, Gruppenstunden und gemeindlichen Aktionen wird sie zu einer Erfahrung, die weit über den eigentlichen Festtag hinaus wirkt.
„Ihr seid meine Freunde“, ist der Leitsatz in diesem Jahr. Für Fabienne ist das keine abstrakte Idee. Freundschaft hat für sie ein Gesicht – manchmal sogar mehrere. Beim gemeinsamen Singen und Brotbacken. Oder dem Gestalten der großen, bunten Gruppenkerze, die bei jedem Treffen brennt. Am eigentlichen Fest wird sie zur Eucharistiefeier mitgenommen – als Zeichen dafür, dass die Gemeinschaft Bestand hat – und dass jede und jeder dazugehört.
„Dass man zusammen ist, sich gegenseitig hilft und dass man so viel machen kann“, sagt Fabienne, sei das Schönste in dieser Zeit. Und dann erzählt sie von Ilvie, ihrer neuen Freundin. „Wir haben uns gefunden“. Ein schlichter Satz, in dem sich das Jahresthema fast beiläufig erfüllt: Freundschaft entsteht – nicht verordnet, sondern erlebt.
Gemeinschaft ist in der Vorbereitungszeit nicht nur Rahmen, sondern Inhalt. „Hier kann sich jedes Kind einbringen, mit dem was es kann und ist, ohne Leistungsdruck“, sagt Marie-Christine Zeppenfeld. „Glaubenserfahrung beginnt im Zusammensein. Im Gefühl von Gemeinschaft.“
Was sie feststellt: ein großes Engagement der Väter und Mütter. Sowieso: „Familie spielt bei der Glaubenserfahrung eine große Rolle. Was in der Familie vorgelebt wird, ist für die Kinder prägend. Das ist die Basis, auf der wir aufbauen“, sagt die Gemeindereferentin. Was sie ebenso beobachtet: auch Kinder, deren Eltern der Kirche eher fern stehen, sind an den Projekttagen und in den Gruppenstunden offen für den Glauben. „Kinder haben eine große Bereitschaft, sich einzulassen. Und eine enorme Vorstellungskraft. Sie wollen entdecken und verstehen.“