Zuhören auf dem Weg zum Diözesantag
Das Hearing war ein Schritt auf dem Weg zum Diözesantag am 14. November und zum Diözesanen Forum im Juni 2021. Matthias Kolk und Theresa Reinke als Teamleader des Schlüsselthemas „Leitung wahrnehmen“ hatten dazu haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus diesem Feld eingeladen. Es galt, die Erfahrungen aus den Gemeinden von vor Ort zu sammeln, um auf diözesaner Ebene das Thema „Leitung wahrnehmen“ weiterentwickeln zu können.
Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Entwicklung und Kommunikation im Erzbischöflichen Generalvikariat beschrieb die momentane Lage: die Gemeinden werden zu immer größeren Pastoralen Räumen zusammengelegt, gleichzeitig arbeiten immer weniger Menschen in allen pastoralen Berufen – nicht nur im Priesteramt. Gleichzeitig ist und bleibt Leitung eines Pastoralen Raums an einen Pfarrer gebunden. Die Leitlinien für Leitung im Erzbistum Paderborn gibt nach wie das Zukunftsbild vor. Die Stichworte sind bekannt: Vertrauen und Verantwortung, Leitung als Dienst an den Menschen zur Berufungsförderung.
Auch das „heiße Eisen“ der Instruktion der Kleruskongregation von Ende Juni 2020 aus Rom wurde angepackt. Msgr. Dr. Bredeck betonte, dass in dem Schreiben zwei Teile erkennbar seien. Im ersten Teil, der sich größtenteils aus Zitaten von Papst Franziskus zusammensetze, sei „vieles mit dem Zukunftsbild synchron“. Den zweiten Teil zu den Pfarreien, Räten und Gremien, der eher kirchenrechtlicher Natur ist, bewertete Bredeck so: „Es stehen keine neuen Dinge darin, nur das, was bislang schon galt. Es werden aber Akzente gesetzt“. Ein solcher sei etwa, wie stark betont werde, dass Kirchen nicht wegen Mangel an Gläubigen oder aus finanziellen Gründen profaniert werden dürften – oder dass der Bischof bei flächendeckenden Fusionen von Pfarreien deutlich begründungspflichtig sei. „Ich habe in der Instruktion aber nichts gesehen, was im Erzbistum Paderborn bislang Praxis ist und nun bedroht wäre“, so Msgr. Dr. Bredeck.