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Ein wenig Licht und Wärme per SMS und E-Mail

Mit Lockdown-Club lädt Vikar Jonas Klur in Höxter zum Mitmachen ein

Lockdown-Club in Höxter lädt zum Mitmachen ein

In Höxter gibt es ab sofort einen sogenannten „Lockdown Club“. Gegründet wurde er von einem  Kreis junger Erwachsener um Diakon Jonathan Berschauer und Vikar Jonas Klur. „Bis Ostern 2021 nehmen wir uns vor, ein wenig mehr Licht und Wärme in diese düstere und kalte Zeit zu bringen“, sagt Jonas Klur. „Jeder – unabhängig von Religion, Wohnort, Geschlecht –  ist eingeladen, sich die Webseite anzuschauen, sich zu registrieren und bei dem Projekt mitzumachen“, lädt der Vikar im Pastoralverbund Corvey ein.

Die Mitglieder des Clubs haben das Ziel, sich bei Personen aktiv zu melden – per SMS, WhatsApp, E-Mail, durch einen Anruf, einen Brief etc. „Angedacht ist, dass man sich vor allem bei Personen meldet, die nicht zum engeren Bezugsfeld gehören. Außerdem sind die Mitglieder eingeladen, jeden Tag ein kurzes Gebet zu sprechen“, erläutert Jonas Klur.

Unterschiedliche Mitgliedschaften

Dabei gibt es drei unterschiedliche Mitgliedschaften. Typ 1: Das Mitglied nimmt sich vor, eine Person pro Woche zu kontaktieren. Bei Typ 3 sind es drei Personen und bei Typ 7 sieben. Dabei setzten die Macher der Idee nicht auf Kontrolle, sondern auf Freiwilligkeit und im Gemeinschaftsgefühl des Clubs  auf eine gewisse Verbindlichkeit. Es sei wie mit dem guten Vorsatz, mehr Sport machen zu wollen. Verabrede man sich zu gewissen Zeiten oder mit Freunden, dann sei der Ansporn größer.

Die neuen Club-Mitglieder können sich die Adressaten selbst mitbringen. Es können einsame Menschen sein, oder Personen, mit denen man schon länger nicht mehr in Kontakt gestanden hat. „Dabei sollte das Wohl der Frauen und Männer im Mittelpunkt stehen, die wir anschreiben“, ergänzt Jonas Klur.

Ein Zeichen gegen Kontaktarmut

Mit dem Club wollen Vikar Jonas Klur und seine Mitstreitenden in der Zeit des Lockdowns ein Zeichen gegen Kontaktarmut setzen. Viele Menschen hätten seelische Probleme und leiden unter mangelnden Begegnungen. Andere Menschen seien hingegen genervt, da sie sich momentan nur eingeschränkt bewegen oder ihrem Hobby widmen könnten. Beiden Gruppen sei der Lockdown-Club gewidmet, der den Namen „Heiliger Nikolaus“ trägt.

Die Website des Clubs ist seit dieser Woche online und zählte bereits am ersten Tag 17 Mitglieder. Dabei handelt es sich größtenteils um Erwachsene jungen und mittleren Alters.

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