Eine Kleinbronze des Bildhauers Josef Rikus schmückt neuerdings die Sammlung des Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. Die szenische Darstellung „Die Kreuzvision des heiligen Hubertus während der Jagd“ wird der Legende nach Schlüsselszene für Hubertus zum Wendepunkt seines Lebens. Während der Jagd erscheint Hubertus im Geweih eines Hirschen ein strahlendes Kreuz, woraufhin sich Hubertus zum christlichen Glauben bekehrt.
„Augenblick der Ergriffenheit“
Hocherfreut zeigt sich Museumsdirektor Holger Kempkens über den Neuzugang: „In konzentrierter Form und auf kleinstem Raum bringt Rikus den Augenblick der Ergriffenheit des Hubertus einfühlsam zum Ausdruck.“
Ein Spätwerk aus dem Jahr 1986
Rikus-Kenner Hans Hillermann (Diözesanmuseum) kann die Neuerwerbung einordnen: Die 1986 datierte, gut 40 cm hohe Figur gehört zu den Kleinbronzen aus dem Spätwerk von Josef Rikus. Bereits ein Jahr zuvor hatte er das Motiv der Hubertuslegende für einen Bildstock in Salzkotten in Bronze formuliert. Die Figur dort ist etwa doppelt so groß. Das Museum besitzt bereits einen früheren Entwurf aus der Hand des Künstlers zu diesem Thema, nämlich ein aus Wachs modelliertes Modell. Dieses Wachsmodell und die neu erworbene Bronze werden im übernächsten Jahr zusammen mit anderen Exponaten im Diözesanmuseum zu sehen sein.
Das Museum widmet dem am 25. November 1989 im Alter von 66 Jahren gestorbenen Künstler anlässlich der 100. Wiederkehr seines Geburtstags 2023 eine Ausstellung.