Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn
© Isabella Maria Struck / Erzbistum Paderborn

Geschichte zum Anfassen im Erzbistumsarchiv Paderborn

Bundesweiter „Tag der Archive“: Archivalien und Vorträge locken zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Paderborner Erzbistumsarchiv

Anlässlich des Tags der Archive, der in diesem Jahr unter dem Titel „Alte Heimat – neue Heimat“ stand, besuchten zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter auch eine Schulklasse des Paderborner Gymnasiums St. Michael, das Paderborner Erzbistumsarchiv. In insgesamt drei Vorträgen informierten die Mitarbeitenden über die Aufgaben und Bestände des Erzbistumsarchivs. Im Lesesaal boten die ausgestellten Archivalien einen Überblick über die verschiedenen Veränderungen von Heimat im Laufe der Zeit.
Das Datum des Aktionstags, der 27. März, war historisch und passte zum Thema: am gleichen Tag im Jahr 1945 wurde die Stadt Paderborn durch den größten Luftangriff während des zweiten Weltkriegs zu großen Teilen zerstört. Das entsprechende Plakat zum Tag der Archive erinnerte mit einem Foto aus dem Nachlass Brockmann (Dompropst von 1947-1971) bildlich an die Zerstörung der Stadt und des Doms.

In seinem Vortrag für die Schulklasse des Gymnasiums St. Michael erklärte Erzbistumsarchivar Domvikar Hans Jürgen Rade die heutigen Auswirkungen des Luftangriffs: Jedes Jahr läutet zu den Uhrzeiten der drei großen Luftangriffe im Jahr 1945 die Totenglocke des Paderborner Doms: am 17. Januar um 12:29 Uhr, am 22. März um 20:45 Uhr und am 27. März um 17:27 Uhr.

In der Archivalienausstellung wurden vielfältigen Veränderungen von Heimat beleuchtet: einerseits die räumlichen Veränderungen der Bistumsgrenzen, andererseits die Veränderungen durch Migration und Flucht. Zeitlich konnten die Besucherinnen und Besucher so eine kleine Zeitreise unternehmen von der Neuumschreibung der Bistumsgrenzen im Jahr 1821 mit der Bulle „De salute animarum“ bis zur Gründung des Bistums Magdeburg im Jahr 1994.

Ebenso wurde deutlich, wie wichtig die Seelsorge für neue Katholikinnen und Katholiken im Erzbistum Paderborn ist: angefangen bei der Seelsorge für die neuen polnischen Katholiken im Ruhrgebiet im 19. Jahrhundert über die Seelsorge für die Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die aktuelle Bedeutung des Themas „Heimat“ zeigt sich in den Begriffen, die auf die Flipchart im Lesesaal geschrieben wurden: sie umfassen sprachliche Assoziationen wie „Muttersprache“ und „sprachliche Insider“, äußere Bedingungen wie „Demokratie“ und „Sicherheit“ sowie Emotionen wie „Liebe“ und „Herz“.

Ein Beitrag von:
Porträt Julia Hennig © Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Text

Julia Hennig

Fotos

Isabella Maria Struck

Sonja Funke
Fotos

Sonja Funke

Weitere Einträge

© Johannes Duwe

Pressemeldung „Mein Herz schlägt weiter für das Heilige Land“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz spricht nach seiner Nahost-Reise über gewachsene Beziehungen, gelebte Solidarität und die gesellschaftliche Verantwortung der katholischen Kirche
© Archiv-Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung Einführung von Ehrendomherr Bischof Heinz Josef Algermissen

Treue gegenüber Dom und Erzbistum / Dompropst Joachim Göbel führt am 24. Oktober emeritierten Bischof des Bistums Fulda in Vespergottesdienst als Ehrendomherren ein
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung Weltmissionssonntag: Erzbistum Paderborn und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Kollekte auf

Ein politisches Zeichen gegen Nationalismus und Egoismus: Bei der größte katholischen Spendenaktion weltweit wurden 2025 fast 135.500 Euro im Erzbistum Paderborn gesammelt
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0