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„Ein Leben, das Jesus folgt“ – wie die frühen Prämonstratenser

WDR 5 übertragt Sonntagsgottesdienst aus der Pfarrkirche St. Laurentius Clarholz.

Aus der Pfarrkirche St. Laurentius in Clarholz überträgt WDR 5 am Sonntag (24. April 2022) einen Rundfunkgottesdienst mit Zelebrant Pfarrer Josef Kemper. Der gebürtige Clarholzer Professor Dr. Johannes Meier von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz übernimmt die Predigt. Die Übertragung beginnt um 10 Uhr.

Das Evangelium des „zweifelnden Thomas“ nach Johannes (Joh 20, 19-31) steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes mit der zentralen Aussage von Jesus zu Thomas: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“ Auf die Berufung und Sendung durch Jesus am Anfang der Kirche geht Prof. Johannes Meier in seiner Predigt ein. „Um ein Leben nach Art der Apostel – um ein solches Leben, das Jesus nachfolgt –  ging es auch Norbert von Xanten und den frühen Prämonstratensern“, so Meier, der als Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Mainz auch an der Entstehung des Prämonstratenserordens in Clarholz geforscht hat.

Gebürtiger Clarholzer predigt

Prof. Johannes Meier, der seit zwei Jahren emeritiert ist, stammt aus Clarholz und hat in Paderborn, Würzburg, Chur (Schweiz) und Freiburg studiert. 1976 empfing er die Priesterweihe, war danach Vikar in Bielefeld und Hagen, habilitierte sich an der Uni Würzburg. „Deshalb hat er auch gern meiner Bitte entsprochen, die Predigt zu übernehmen“, freut sich Pfarrer Josef Kemper auf den Gast.

Clarholz ist ganz eng mit der Geschichte des Prämonstratenserordens verbunden, der in diesem Jahr sein 900-jähriges Jubiläum feiert. Im Jahr 1133 entstand hier eines der ältesten Klöster des Prämonstratenserordens in Deutschland. Bei der Bestätigung des Klosters wirkte auch der heilige Norbert von Xanten mit, der Gründer des Ordens. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst und die Klosterbrüder wurden vertrieben. Noch heute gibt die reiche Ausstattung der Kirche ein anschauliches Zeugnis über die großartige Geschichte des Klosters Clarholz. Die Klosterkirche, die im Stil einer gotischen Hallenkirche im 13. Jahrhundert erbaut wurde, wird heute als Pfarrkirche genutzt.

Pfarrer Josef Kemper seit 22 Jahren in Kirchengemeinde

Die Pfarrkirche St. Laurentius gehört zum Pastoralen Raum Rheda-Herzebrock-Clarholz. Knapp 4.000 Katholiken gehören der Kirchengemeinde an, in der Pfarrer Josef Kemper bereits seit 22 Jahren tätig ist. Etwa 350 Menschen würden in der Kirche Platz finden, doch auch beim Rundfunkgottesdienst gelten am Sonntag die Corona-Regeln, so dass es deutlich weniger Besucher sein können.

Geübt in eigener Radio-Frequenz

„Für mich ist die Live-übertragung im WDR eine Premiere“, ist Pfarrer Kemper ein wenig aufgeregt, doch ganz ohne Training ist er nicht. Denn seit einigen Jahren werden die Gottesdienste aus Clarholz auf einer eigenen Radio-Frequenz (106,4 MHz) übertragen. Empfangen können den Sender die Bewohner von Clarholz und teilweise der umliegenden Orte. „Gerade in der Zeit von Corona haben wir damit viele Gläubige erreichen können. Und der Sender ist uns sehr wichtig gewesen“, so Pfarrer Josef Kemper.

Für den musikalischen Rahmen sorgen die Choralschola St. Clemens Rheda und der Jugendchor St. Clemens Rheda unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Harald Gokus. Die kirchliche Leitung des Radio-Gottesdienstes hat Monsignore Gregor Tuszynski, Beauftragter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beim Erzbistum Paderborn.

Nach dem Gottesdienst wird das Hörer-Telefon bis 13 Uhr freigeschaltet: 05245/5692.

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