Die jüngste Erhebung, die heute veröffentlicht wird, zeigt, dass mit 32,5 Prozent fast ein Drittel Frauen auf der mittleren und oberen Leitungsebene tätig sind. Dabei liegt der Frauenanteil auf der mittleren Leitungsebene bei 34,5 Prozent und auf der oberen Leitungsebene bei 28 Prozent.
Bischof Dr. Peter Kohlgraf, Vorsitzender der Unterkommission, hebt eine weitere wichtige Entwicklung hervor: „Elf (Erz-)Diözesen haben neue Leitungsmodelle mit und neben dem Generalvikar eingeführt. Damit können Frauen wie der Generalvikar als Stellvertreterin des Diözesanbischofs sichtbar und tätig werden. Diese Entwicklungen sind wichtige Schritte in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche.“
Bischof Kohlgraf betont jedoch auch, dass es noch Luft nach oben gebe: „Die Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen in allen Bereichen der katholischen Kirche muss weitergehen.“ Die Unterkommission Frauen in Kirche und Gesellschaft wird darum auch in Zukunft auf strukturelle Ungerechtigkeiten für Frauen in der katholischen Kirche hinweisen.
Sie gehört zur Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz.
Neue Modelle führen zu Kulturwandel
Die (Erz-)Diözesen haben die Steigerung des Frauenanteils in diözesanen Führungspositionen der Generalvikariate und Ordinariate durch gezielte Maßnahmen wie Mentoring Programme, flexible Arbeitszeitmodelle und eine verstärkte Sensibilisierung für Diversität befördert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine größere Vielfalt an Perspektiven und Erfahrungen in Führungsrollen zu einem Kulturwandel in der Kirche beiträgt und die Kirche als Arbeitgeberin attraktiver gestaltet.
Die Erhebung zum Anteil von Frauen in Leitungspositionen in den Ordinariaten und Generalvikariaten der deutschen (Erz-)Diözesen ist steht hier zum Download bereit.