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Duo träumt von beschaulichen Musikplätzen zu Libori

"Favorite Songs at favorite places" mit Carsten Hormes und Tony Kaltenberg.

“Favorite Songs at favorite places” mit Carsten Hormes und Tony Kaltenberg

Die Liebe zur Musik hat sie als Duo zusammengeführt. Aus dem gemeinsamen Musizieren ist die Inspiration gewachsen, auch in der durch die Pandemie bestimmten Zeit etwas für die Kunst – vor allem für die Musik – zu tun. Die Paderborner Carsten Hormes und Tony Kaltenberg träumen auch davon, ihre Leidenschaft zum eigentlichen Libori-Fest 2020 mit anderen teilen zu können. An ihrer Idee, dann kleine beschauliche Musikplätze rund um den Hohen Dom zu schaffen, findet auch Dompropst Monsignore Joachim Göbel Gefallen.

„Favorit songs at favorite places“ – so heißt die Aktion von Carsten Hormes und Tony Kaltenberg, mit der sie zurzeit an besonderen Orten wie der Benteler-Arena, dem Viadukt in Altenbeken bei Tag und auch bei Nacht oder dem Kreuzgang an der Busdorfkirche Akzente gesetzt haben. „Wir können uns gut vorstellen, in den Tagen nach den kirchlichen Festlichkeiten zu Libori an ‚Draußenplätzen‘ rund um den Dom aufzutreten oder auch andere Musiker dafür zu begeistern, Lieblingslieder an Lieblingsorten mit kleinem Publikum zu spielen“, so Carsten Hormes, der nicht nur Musiker, sondern auch Inhaber des Kulturbüros OWL ist.

“Viele Impulse aus der Kirchenmusik”

Dieser Tage haben die beiden schon mal getestet, wie so ein beschaulicher Auftritt unter dem Drei-Hasen-Fenster mit Gesang, Ukulele und Bass aussehen könnte. „Eine Musik, die nicht direkt in ein Fach passt. Eigenproduktionen, die vielfältig sind und aus der Liebe zur Musik entstehen“, beschreibt das Duo ihre Auftritte an den besonderen Orten. Wenn durch Corona bedingt in diesem Jahr das Libori-Fest nicht wie gewohnt stattfindet, dann möchten Hormes und Kaltenberg die Kunst an besondere Orte bringen. Namen wie  Götz Alsmann, Jochen Malmsheimer oder das Trio „Wildes Holz“ bringt Hormes schon mal auf die Ideenliste.

Seit vier Jahren spielen Carsten Hormes und Tony Kaltenberg nun zusammen, ihre Bekanntschaft war eher zufällig – doch dann ein musikalischer Volltreffer. Tony Kaltenberg  ist als Sohn deutscher Eltern in Kalifornien und Oregon (USA) aufgewachsen, fand eine deutsche Frau und lebt nun seit fünf Jahren in Ostwestfalen. Als Sechsjähriger entdeckte er seine Liebe zur Musik und beachtete immer schon: „Eine gute Qualität war mir wichtig!“ Jimi Hendrix, Michael Hedges oder Led Zeppelin fallen ihm da schnell ein.

Vor Mikrofonständer standen schon Bono und David Bowie

„Als 14-Jähriger bin ich beim Fußball nicht über den TuS Altenbeken hinausgekommen, dann lebte in mir der Rock’n’Roll auf“, sagt Carsten Hormes, der 1974 seinen ersten Auftritt hatte. Ein Musiker, der die Gitarre mit vier Saiten beherrscht – also den Bass  – sei bei jeder Band gern gesehen gewesen. Der Musik sei er dann treu geblieben und habe auf kreative Momente gewartet.

„Kirchenmusik gibt es schon seit  hunderten von Jahren, viele Impulse für die Musik kommen aus der Kirchenmusik“, spricht Tony Kaltenberg mit hoher Achtung von dieser Musikrichtung. Vor allem Stimmen hätten den „göttlichen Sound“ gemacht. „Es gibt viele Räume im Umfeld von Kirchen, wo Musik – nicht nur Kirchenmusik – hineingehört. Sie bilden eine besondere Atmosphäre, zugleich ist der Hall oft eine Herausforderung“, ergänzt Hormes.

Bei den Aufnahmen vor dem Drei-Hasen-Fenster steht ganz bescheiden ein Zubehör vor den beiden, das jedoch Musikgeschichte geschrieben hat. „Bei jeder Außenproduktion ist dieser Mikrofon-Ständer dabei, den ich aus den Berliner Hansa-Studios habe. David Bowie und Bono mit seiner Band U2 haben vor ihm schon Schallplatten aufgenommen“, wird der Dreifuß stets sorgfältig gepflegt.

Favorit Songs at favorite places

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