„Es muss ja nicht gleich Santiago de Compostela sein“ haben Peter und Anke Schanz ihrem Filmtitel etwas Wegweisendes vorangestellt. Sie sind überzeugt, dass sich Pilgern vor der eigenen Haustür lohnt. Einfach losgehen, „verlockender geht’s doch wohl nicht, oder?“ Das fragt Peter Schanz schon im Trailer.
Die beiden haben ein feines Gespür für Themen: Unter ihrem Label „Blautann-Film“ haben sie allein 43 Filme rund um Themen des Erzbistums gedreht – zu Libori, zur Einweihung der Krypta, zuletzt über die kostbaren Glasmalereien im Paderborner Dom von Nikolaus Bette. Sie zeigen: die Kirche als pilgerndes Volk Gottes.
Das Ehepaar sitzt in seinem gemütlichen Zuhause in Bad Lippspringe und berichtet über sein neues Projekt. Der Film ist fertig, Termine für Erstaufführungen in Kinos entlang der Pilgerstrecke stehen. „88 Minuten lang, getragen von gutgelaunten pilgernden Protagonisten auf- und neben den beiden Jakobswegen im Hochstift Paderborn, prall gefüllt mit unfassbaren Highlights in punkto Kunst, Kultur und reichhaltiger Geschichte“, schreiben sie auf ihrer Homepage.
Wie es zum Film kam? „Wir überlegen ja dauernd: Was für Themen könnten wir uns vornehmen. Und dann sind wir immer mal wieder über so eine Muschel gestolpert“, sagen die beiden. Die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Hintergrund ist inzwischen weit über Spanien und Frankreich hinaus das Erkennungszeichen für die Pilgerwege und das Pilgern, so auch im Erzbistum Paderborn und in ganz Deutschland.