Die Pandemie habe den Schwerpunkt der Digitalisierung dahin verschoben, „analoge Kommunikation durch digitale Instrumente zu kompensieren“, so der Digitalisierungsbeauftragte. „Durch unsere dezentralen kirchlichen Strukturen gibt es viele eigenständige Aktivitäten und Angebote in den Pastoralen Räumen. Diese sind sehr bunt, aber in der Qualität nicht immer vergleichbar“, macht Frank Siemen die derzeitige Situation deutlich. „Was wir brauchen, ist ein ganzheitlicher Qualitätsanspruch, denn wir müssen als Kirche im Ganzen – und das natürlich nicht nur digital – gut sein.“ Für die Umsetzung seien technisch zentrale Strukturen nötig. „Damit erreichen wir eine einheitliche Außendarstellung und eine hohe Ansprechbarkeit in Form digitaler Dienste. Denn die meisten Menschen suchen heute digital den Kontakt“, erläutert der IT-Leiter.
Was die Pastoral vor Ort angeht, seien im Lockdown die Gottesdienst-Streams wichtig gewesen, sagt Dr. Annegret Meyer, die im Generalvikariat die Abteilung Glauben im Dialog leitet. Der Abteilung zugeordnet ist das Projekt „Digitalisierung und Pastoral“, in dem sich Dr. Anne Weber um die operational-praktischen und ethischen (Anschluss-)Fragen zur Digitalisierung kümmert. „Viele Gemeinden haben gemerkt, dass die Umsetzung von Streaming-Gottesdiensten einfacher war als gedacht“, erklärt Dr. Meyer. Aber meistens seien die Formate wenig interaktiv gewesen. „Dennoch gab es tolle Beispiele wie etwa Video-Konferenz-Gottesdienste für Familien.“