Als Messdiener endlich „dabei“
„Schon als Kind habe ich mich immer auf die Sternsinger gefreut. Als ich dann 1983 Messdiener geworden bin, durfte ich endlich dabei sein“, erinnert sich Markus Stadermann (47) an seine Anfänge in der Heimat Platte-Heide. Nach dem Krieg hatten sich seine Großeltern in dem Mendener Vorort niedergelassen und zählten sozusagen mit zu den Begründern der neuen Siedlung Platte Heide. „Meine Oma hat mir auch das erste Gewand selbst genäht.“ Dazu kamen dann Turban oder Krone.
„Trio Stadermann“ im Ortsteil bekannt
Später gab es dann das eigene „Trio Stadermann“, denn auch die jüngeren Cousinen von Markus Stadermann schlossen sich den Sternsingern an. „Man kannte uns im Ort, wenn meine Cousinen Janine und Simone mit mir das Viertel um unsere Straße herum besuchten. Wir haben nicht nur Freude und Großzügigkeit erlebt, sondern auch steigende Spenden-Bereitschaft durch unsere Bekanntheit: Da kommen die Stadermanns wieder.“ Rund 60 Häuser wurden besucht, jeweils gesungen und gesammelt. Natürlich habe man sich auch auf die Süßigkeiten gefreut, doch schon als Kind habe man an die armen Kinder der Welt gedacht – für die der Erlös der Sternsinger-Aktion sei.
Von Gemeindereferentin Hildegard Schneider und dem damaligen Pfarrer Reinhold Theune sei man gut vorbereitet worden. „Auch in diesem jungen Alter war es uns schon immer ein Anliegen, den Menschen den Segen des Christkinds ins Haus zu bringen“, sagt Stadermann, so dass man selbst bei schlechtem Wetter motiviert durch die Straßen gezogen sei. Weihrauch habe man immer dabei gehabt. Manche Anwohner hätten dies auf die Öfen gelegt, so dass ein wunderbarer Duft durch die Wohnung gezogen sei. Zum Schluss wurde der Segenspruch mit Kreide an die Haustür geschrieben.