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Die Kirche muss den Menschen etwas geben

Erzbistumskalender 2022: St. Meinolf in Hagen ist eine moderne Kirche – nicht nur in Sachen Architektur
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Unser Glaube
01. Oktober 2022
Hagen

Die Kirche muss den Menschen etwas geben

Erzbistumskalender 2022: St. Meinolf in Hagen ist eine moderne Kirche – nicht nur in Sachen Architektur

Wir sind eine junge und lebendige Gemeinde

Der Grundstein von St. Meinolf wurde am 16. Juni 1959 gelegt, am 21. Januar 1961 weihte Erzbischof Lorenz Jaeger die dem heiligen Meinolf geweihte Kirche mit ihrem markanten Turm und ihrem kantigen Kirchenschiff ein. In den darauffolgenden sechs Jahrzehnten hatte der Bau wenig Zeit, um Patina anzusetzen, zumal der Innenraum der Kirche 1991 nach einem Brand in der Sakristei komplett erneuert werden musste. Die eigentliche Modernisierung erfolgte jedoch rund 20 Jahre darauf im Jahr 2012. Diese „Renovierung“ betraf nicht die Baulichkeiten, im Zentrum stand vielmehr die Neugestaltung der Internetseite der Kirchengemeinde.

Selbst wenn in der schnelllebigen Internetzeit die damalige Website längst durch eine modernere abgelöst wurde, sind die Auswirkungen auf das Gemeindeleben bis heute spürbar geblieben. „Wir sind eine junge und lebendige Gemeinde“, stellt Iris Hasken fest. Die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes führt dies aber nicht auf bunte Bilder, klare Sprache und ein übersichtliches Layout der Internetseite zurück, sondern auf ein neues und modernes Bild von Gemeindeleben und Ehrenamt.

Die Menschen erreichen

„Wir haben uns damals beim Aufbau der Website viele Gedanken gemacht, wie wir die Menschen in unserer Gemeinde und in einem großstädtischen Umfeld erreichen können“, beschreibt Iris Hasken die Ausgangssituation. Eine Erkenntnis aus diesen Überlegungen war, dass die Menschen nach wie vor ein Bedürfnis nach Spiritualität und Geborgenheit haben, ihnen aber einige Rituale der Kirche fremd geworden sind. Ebenfalls eine Feststellung aus der Konzeptionsphase der Internetseite: Viele Menschen zeigen auch heutzutage noch die Bereitschaft, sich in der Kirche ehrenamtlich zu engagieren. „Manche suchen sogar händeringend nach einer Möglichkeit, ihre Zeit mit etwas Sinnstiftendem anzufüllen“, berichtet Iris Hasken. Nur würden sich die Menschen heute lieber in Projekten mit klarem Anfang, klarem Ende und selbstbestimmtem Zeitbudget engagieren, als dauerhafte Verpflichtungen einzugehen. Trotz dieser veränderten Einstellung lassen sich in der Gemeinde St. Meinolf immer noch genügend Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden, die sich im Pfarrgemeinderat oder im Kirchenvorstand in die Gremienarbeit einbringen. Iris Hasken: „Man muss diese Ehrenämter einfach nur ebenfalls als ein Projekt sehen und die Gremien als Team verstehen.“

Die Kirche muss auf die Menschen zugehen

Der Erfolg dieser Neuorientierung in der Gemeindearbeit lässt sich aber nicht nur an der Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten bei der Wahl zu den Gremien der Mitbestimmung ablesen. Auch mit dem Gottesdienstbesuch und der Mitwirkung an gemeindlichen Aktivitäten zeigt sich Iris Hasken sehr zufrieden: „Zu uns finden nicht nur die Älteren, und wir warten auch nicht, bis sich jemand aus Zufall zu uns verirrt.“ Die Kirche müsse auf die Menschen zugehen und ihnen etwas geben. Das könne die christliche Botschaft sein, aber auch die Möglichkeit, an einer Gemeinschaft teilzunehmen, sei es in der Krabbelgruppe „Meinolfinchen“, bei der Jugendarbeit oder beim Sternsinger-Nachwuchs.

Mit diesem Ansatz, so Iris Hasken, sei das Gemeindeleben in St. Meinolf selbst in der Pandemie lebendig geblieben: „Für alle Aufgaben lassen sich Freiwillige finden.“ Die Organisation der Aktivitäten erfolgt über digitale Medien – was wenig verwundert, zumal es vor gut zehn Jahren eine Internetseite war, die in St. Meinolf die Modernisierung des Gemeindelebens eingeläutet hat.

Das Kalenderbild

© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

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