Präsenz des heiligen Liborius hervorheben
Die jetzt geplante Neugestaltung soll die Krypta des Hohen Domes nicht nur für Gläubige, sondern auch für nicht kirchengebundene Besucher als besonderen Raum neu zugänglich machen – im doppelten Sinne: Die Planungsaufgaben für die Architekten umfassten deshalb nicht nur die Schaffung eines stufenlosen Zugangs. Es galt vielmehr vor allem, die Präsenz des heiligen Liborius in der Krypta hervorzuheben und damit seiner zentralen Bedeutung für das Erzbistum einen eindrucksvollen Ausdruck zu geben. Darüber hinaus zählten eine zeitgemäße Erneuerung von Beicht- und Gesprächsgelegenheit und Bestuhlung, die Überplanung der Krypta-Orgel, des Bodenbelags und der Beleuchtung zu den Entwurfsaufgaben.
Baugeschichte erfahrbar gemacht
Am überzeugendsten umgesetzt wurde dies letztlich von den Architekten Brückner & Brückner aus Würzburg. „Der Entwurf sieht eine besondere Verehrung des Bistumspatrons Liborius auf gleich zweifache Weise vor: zum einen im Eingangsbereich der Krypta und zum anderen durch einen neuen bergenden, steinernen Altar“, erklärt Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding als Mitglied der Jury. Perspektivisch angeordnete Stäbe schaffen einen besonderen Raum für Betende. Der neue steinerne Boden soll die Bauperioden der vergangenen Jahrhunderte nachzeichnen und das knappe Jahrtausend der Baugeschichte der Domkrypta erfahrbar werden lassen.