Insbesondere in schweren Stunden könne ein Engel als Bote Gottes manchmal sehr verborgen erscheinen, erklärte Erzbischof Becker in seiner Predigt. Aber Gott sei immer da, es komme darauf an, wach zu sein, ihn zu sehen und wahrzunehmen. „Auch in dieser Krise ist Gott da. Vielleicht begegnet er uns ganz unscheinbar in der Freundlichkeit eines fremden Menschen, beim Einkaufen, im Internet, am Telefon, in einem Brief der Enkeltochter an ihre Oma, die sie nicht besuchen darf, im Nachbarn, der mir durchs Fenster zuwinkt“, sensibilisierte der Paderborner Oberhirte die Gläubigen.
Die Hoffnung ist Mensch geworden
Das Leben sei nicht absurd und unerbittlich, täglich könne erfahren werden, dass die Hoffnung Mensch geworden sei: Jesus Christus, der „Immanuel“, der „Gott mit uns“, er sei bei den Menschen, bekräftigte Erzbischof Becker.
Der Engel des Herrn sei bei dem Mädchen Maria eingekehrt und habe den Menschen die Botschaft von der Hoffnung geschenkt. Diese Hoffnung bleibe, auch wenn die Welt noch so sehr Kopf stehe, betonte der Paderborner Erzbischof. „Daran glauben wir. Wir wissen nicht, was jetzt noch alles auf uns zukommt. Aber wir vertrauen dem Engel, dass er bei uns einkehrt und spricht: ‚Sei gegrüßt, der Herr ist mit dir, fürchte dich nicht‘.“
Zum Abschluss seiner Predigt wünschte Erzbischof Becker: „Bleiben Sie alle behütet! Bleiben Sie gesund!“