Christinnen und Christen feiern in der Nacht vor dem Ostersonntag die Auferstehung Jesu. Die Osternacht begann auch im Paderborner Dom mit einem eindrucksvollen Ritual: Die Feier der Auferstehung Jesu sei die wichtigste Feier im Verlauf des Kirchenjahres, erklärte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu Beginn des Gottesdienstes vor dem Paradiesportal. „Gott hat uns gezeigt: Liebe überwindet jede Grenze – auch den Tod.“ Die Naturelemente Feuer und Wasser stünden im Mittelpunkt der Feier der Osternacht. „Beide Elemente haben eine zerstörerische Kraft, können aber auch heilsam sein: Feuer spendet Licht und Wärme, Wasser reinigt und erfrischt“, machte der Paderborner Erzbischof deutlich.
Nachdem Erzbischof Dr. Bentz die Osterkerze entzündet hatte und diese in die noch dunkle Bischofskirche getragen wurde, gaben sich Gläubigen das Licht dort untereinander weiter. So breitete sich im Hohen Dom ein Lichtermeer als Zeichen für den auferstandenen Christus aus. In diesem als Lichtfeier bezeichneten ersten Teils des Gottesdienstes erklang auch das Exsultet, das Osterlob: Es preist Christus als Licht der Welt und drückt die Verbindung seiner Auferstehung mit dem Heilsplan Gottes aus, der im Alten Testament offenbart wurde.