Party in der Propstei
Freitag vor der Kirmes. Propst Röttger spricht gerade mit dem Wirt, der in den kommenden Tagen die Garagen und Parkplätze der Propstei in ein Partyzelt verwandelt. Quasi direkt neben Röttgers Schlafzimmer. „Nach Kirmes kenne ich bestimmt das neue Album von Helene Fischer auswendig“, sagt er scherzhaft. Und: „Ich freue mich darauf, dass das Gefühl der Lebensfreude wieder in der ganzen Stadt auftaucht. Es gab ja auch depressive Phasen, in denen jeder vor sich hingestochert hat“.
Das Leben feiern. Darin sieht Röttger eine erste Verbindung von Kirmes und Glauben. Er sagt: „Das Leben als Geschenk anzunehmen und jetzt mit anderen zu feiern – das hat schon viel mit der Botschaft zu tun, die wir verkünden: Dass das Leben immer wieder neu aufbricht“. Dabei unterscheidet Röttger sehr wohl zwischen feiern und trinken, um sich zu betäuben.