In der Präsenz-Vorlesung am 19. Dezember 2022 um 18.00 Uhr spricht Prof. Dr. Anton Bucher, Lehrstuhlinhaber für Religionspädagogik an der Paris Lodron Universität Salzburg, über das Kind als leeres Gefäß oder Baumeister seiner selbst. Es ist geradezu atemberaubend, wie unterschiedlich sich Erwachsene über das Kind geäußert haben: „Ein teuflischer Basilisk“, bevor es getauft ist – so der Theologe Johann Arndt – oder „der ewige Messias, der unter die gefallenen Menschen zurückkehrt“ – so Maria Montessori. Nach der Darlegung, dass das Kindbild eine der zentralsten pädagogischen Kategorien ist, weil von diesem jeweils abhängt, wie Kinder erzogen werden, wird, von der Antike bis in die Gegenwart, ein Überblick über unterschiedliche Kindbilder präsentiert, und dies in der Spannung von defizitären Sichtweisen – Kinder als vernunftlos (Aristoteles), als Tyrannen (Winterhoff) – und den romantischen Verklärungen. Abgeschlossen wird der Vortrag mit den Konturen eines angemessenen Kindbildes: Das Kind als ein von Anfang an soziales und schöpferisches Wesen, das die Welt je neu rekonstruiert und das Recht hat, so zu sein, wie es ist (Korczak). Diese Vorlesung wird als Präsenz-Vorlesung durchgeführt, die auch über den YouTube-Kanal der Fakultät entweder im Live-Stream verfolgt oder in der Mediathek abgerufen werden kann.
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Das Kind als leeres Gefäß
In der fünften Präsenz-Vorlesung der Montagsakademie der Theologischen Fakultät spricht Prof. Dr. Anton A. Bucher über das Kind als leeres Gefäß oder Baumeister seiner selbst
Prof. Dr. Anton Bucher spricht über das Kind als leeres Gefäß oder Baumeister seiner selbst.