Generalvikar Dornseifer ermutigte alle Ehrenamtlichen, sich auf die kommende Zeit aktiv einzulassen: Erst einmal sei es wichtig, sich mit dem Prozess vertraut zu machen und andere mitzunehmen. Alle Informationen, Hintergründe und Materialien seien über die Webseite abrufbar. Wenn es dann darum gehe, die neuen Seelsorgeräume mit Leben zu füllen, werde das Ehrenamt eine entscheidende Rolle spielen. Generalvikar Bredeck erinnerte daran, dass das Erzbistum bereits Erfahrung mit tiefgreifenden Entwicklungs- und Fusionsprozessen habe. Diese Kompetenz könne nun genutzt werden.
Zukunft der Kirche vor Ort und Gremienwahlen
Die erste Frage aus dem Livestream kam von einer engagierten Gruppe, die mit großer Motivation lebendige Gottesdienste an ihrem Ort gestaltet und nun fürchtet, dass dies bald nicht mehr möglich sein könnte. Erzbischof Bentz reagierte deutlich: Lebendigkeit müsse immer gestärkt werden. Kriterium bei Überlegungen zu den neuen Seelsorgeräumen müsse sein, „wo das Leben pulst“, wo Kirche nah bei den Menschen ist. Und wenn in einer Kirche lebendige Gottesdienste gefeiert werden, müsse man das unterstützen.
Auch die anstehenden Kirchenvorstands- und Gremienwahlen waren Thema: Müssten die neugewählten Kirchenvorstände nun ihre Gemeinde „abwickeln“? Ganz im Gegenteil, so die Botschaft aller auf dem Podium: Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um Verantwortung zu übernehmen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragte Erzbischof Bentz. Generalvikar Bredeck sprach von einer großen Gestaltungschance für die Gremien: Sie könnten ihre Rolle in den neuen Seelsorgeräumen selbst ausbuchstabieren. Generalvikar Dornseifer betonte, dass es auf Ebene der Seelsorgeräume künftig zwar weniger Kirchenvorstände brauche. Genauso wichtig seien aber die „Kümmerer vor Ort“, also diejenigen, die Verantwortung für ihren Kirchort übernähmen.