Erzbischof Hans-Josef Becker hatte zu Beginn der Feier die schon bereitete und brennende Osterkerze in die Krypta getragen. Die anwesenden Mitglieder des Metropolitankapitels empfingen das Licht der Osterkerze und gaben es untereinander weiter. Ganz anders als in einer „normalen“ Osternacht, aber doch berührend wirkte der weitere Verlauf der Feier in der besonderen Atmosphäre der Domkrypta, wo unter dem Altar die Reliquien des Bistumspatrons, des heiligen Liborius ruhen: vom Singen des „Osterlobs“ (Exsultet) über die Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament bis hin zur Tauffeier, bei der das Taufwasser geweiht und das Taufversprechen erneuert wird.
Osterblick bestimmt von Corona
„Der Osterblick 2020 ist bestimmt vom Ernst der Pandemie“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker am Beginn seiner Predigt. „Die Zerbrechlichkeit unseres Lebens auf hohem Niveau wird deutlich. So erlangt die Frage nach dem persönlichen Osterglauben eine neue Bedeutung.“ Niemand wisse letztlich vorher, wie Sterben und Tod wirklich seien, erklärte der Paderborner Oberhirte. Diese Osternacht mache die Unsicherheit, was Tod und Sterben angehe, in Zeiten der Corona-Krise besonders bewusst.