Für ihr langjähriges Engagement für globale Gerechtigkeit wurde Dagmar Feldmann im Jahr 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Angefangen hat alles Ende der 1970er Jahre in einer Jungkolping-Gruppe im Sauerland. Durch diese ergab sich für sie die Möglichkeit, nach Pakistan zu reisen. „Zu sehen, dass sauberes Wasser für manche Menschen Luxus bedeutet, das hat mich verändert“, erinnert sie sich an ihre erste Begegnung mit globaler Ungerechtigkeit.
Heute arbeitet Dagmar Feldmann als Bildungsreferentin beim Christlichen Bildungswerk Die HEGGE bewusst in Teilzeit, um Zeit für ihr ehrenamtliches Engagement zu haben. Sie ist Erd-Charta-Botschafterin, Bundesvorsitzende der Katholischen Landvolkbewegung, Vorsitzende der kfd Bonenburg und des Vereins Santatra – Partnerschaft mit den Menschen in Madagaskar e.V., den sie mitgegründet hat. Immer wieder öffnet sie auch ihr eigenes Bauernhaus für Gäste aus anderen Ländern, die eine „Heimat auf Zeit“ benötigen.
Und alle zwei Jahre reist sie selbst nach Madagaskar. Dort arbeitet Dagmar Feldmann mit lokalen Partnern zusammen. Sie sichern mit Hilfe des landwirtschaftlichen Systems Agroforst die Ernährung, schützen die Umwelt und wollen Bildung stärken. Außerdem setzt sich Dagmar Feldmann für den Kampf gegen den Klimawandel ein, der viele Menschen im globalen Süden existenziell bedroht.
Einmal erzählte sie einer Schulklasse in Warburg von der schwierigen Trinkwassersituation in Madagaskar. Eine kurdische Schülerin meldete sich: Warum kümmert sich denn niemand darum? „Ich finde, diese Frage sollten wir uns öfter stellen“, sagt Feldmann. „Ja, warum eigentlich nicht?“