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© Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn
© Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn

„Charismatisches Christentum“ am Möhler-Institut

Dr. Dominique-Marcel Kosack wird Direktor am Ökumene-Institut des Erzbistums Paderborn / Experte für weltweites Themenfeld der Ökumene

Mit Dr. Dominique-Marcel Kosack als neuem Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik erhält die vom Erzbistum Paderborn getragene Ökumene-Forschungs-Einrichtung einen neuen Experten für ein neues, junges und weltweit bedeutendes Themenfeld: Der 35-jährige Theologe rückt das „Charismatische Christentum“ in den Fokus seiner Forschungs- und Ökumene-Dialog-Tätigkeit. „Ich freue mich, dass wir Herrn Dr. Kosack für das Möhler-Institut gewinnen konnten. Er widmet sich einem Themenfeld, das innerhalb des globalen Christentums zunehmend an Bedeutung gewinnt und eine kluge konfessionskundliche und theologische Begleitung braucht“, unterstreicht Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Als Präsident des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik ergänzt der Paderborner Erzbischof: „Ich bin froh, dass wir für das Themenfeld ‚Charismatisches Christentum‘ in Paderborn jetzt Expertise vorhalten, zumal es diese Fachkunde in der deutschen katholischen Theologie bislang kaum gibt.“ Paderborn und das Adam-Möhler-Institut sei damit ein Vorreiter in der katholischen Theologie in Deutschland.

Professor Dr. Christian Stoll freut sich auf die Zusammenarbeit mit Dr. Dominique-Marcel Kosack: „Mit Herrn Dr. Kosack verstärkt ein hervorragender Wissenschaftler und ausgewiesener Experte das Direktorenteam des Möhler-Instituts. Das Paderborner Möhler-Institut ist nun inhaltlich noch breiter aufgestellt und kann seine Stellung als führender ökumenischer Thinktank im deutschsprachigen Raum ausbauen.“ Professor Dr. Stoll ist Leitender Direktor des vom Erzbistum Paderborn getragenen Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik und Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn.

Charismatisches Christentum

Der neue Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut erkennt in der Auseinandersetzung mit dem Charismatischen Christentum einen Schlüssel für die Ökumene sowie die Entwicklungen innerhalb der katholischen Kirche. Das Themenfeld reiche von den weltweit wachsenden Pfingstkirchen bis hin zu innerkatholischen charismatischen Gruppen. „Mittlerweile zeigt sich deutlich, dass charismatische Impulse auf verschiedene Bereiche kirchlicher Praxis einwirken – besonders stark in der christlichen Musik. Sich mit solcher Praxis näher auseinanderzusetzen, ist ein wesentlicher Teil der Forschung zu charismatischem Christentum“, erläutert Dr. Dominique-Marcel Kosack.

Biografisches Dr. Dominique-Marcel Kosack

Nach dem Abitur 2008 in Wolfsburg studierte Dominique-Marcel Kosack Theologie in Leipzig, Erfurt und Jerusalem. Im Bistum Erfurt absolvierte er den Pastoralkurs, arbeitete anschließend als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erfurt und promovierte dort 2022 im Fach Dogmatik zum Doktor der Theologie. Titel der Arbeit ist „Erlösung des Selbst. Eine spätmoderne Soteriologie und die Irritation personaler Identität“. An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt forschte er zuletzt zum charismatischen Christentum und lehrte als Vertretung der Professur für Dogmatik.

Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik Paderborn

Das Ökumene-Institut wurde am 19. Januar 1957 durch den damaligen Paderborner Erzbischof Lorenz Jaeger gegründet. Träger ist das Erzbistum Paderborn, Präsident der Erzbischof von Paderborn. Das Institut soll durch die wissenschaftliche Erforschung von Lehre und Leben der nicht-katholischen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften das ökumenische Anliegen der sichtbaren Einheit der Kirche fördern. Das Institut trägt den Namen des katholischen Theologen Johann Adam Möhler (1796-1838), der die wissenschaftliche Erforschung der Lehrunterschiede zwischen den Konfessionen begründet hat. In Paderborn gibt es die größte Spezial-Bibliothek für Ökumenik, die über 160.000 Bände und circa 200 laufende Zeitschriften umfasst.

Ein Beitrag von:
Pressereferent Team Presse

Thomas Throenle

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