„Miteinander ist schönes Signal“
Zu den Teilnehmenden gehörten maßgebliche Personen aus Politik und Gesellschaft. Darunter waren der Alt-Bürgermeister Michael Dreier und der stellvertretende Bürgermeister Robert Siemensmeyer. Letzterer verlas im Rahmen der Prozession an der Evangelischen Abdinghofkirche die Fürbitten.
Der Erzbischof begrüßte im Dom explizit die diesjährigen Kommunionkinder sowie die anwesenden Bürgerinnen und Bürger der Stadt Paderborn: „Dieses Miteinander ist ein schönes Signal. Als Christen leben wir mitten in der Gesellschaft, mitten in der Stadt. Ich bin dankbar für diese intakte Brücke zwischen der Kirche und der Stadtgesellschaft.“
Fronleichnam macht Mut
Auch in der Predigt fokussierte sich Dr. Udo Markus Bentz auf den Menschen „der Großartiges, aber auch Schreckliches bewirken kann“. Fronleichnam mahne und ermutige uns alle, „die eigene Zeit menschlicher zu machen“. Dabei bezog sich der Erzbischof auf die erste Enzyklika von Papst Leo, in der geschrieben steht, dass „jede Generation die Aufgabe erbt, die eigene Zeit menschlicher zu machen.“ Dabei sei nicht der Mensch der Maßstab, sondern Gott, der Schöpfer des Menschen. Fronleichnam – die Verehrung des Brotes vom Himmel her – rücke die Maßstäbe zurecht: die Großartigkeit des Menschen und seine Grenzen.
Der Mensch müsse nicht erst „gelingen“, um groß zu sein. Er habe Würde von Gott her in aller Gebrochenheit des Lebens. „Das ist eine entscheidende Korrektur, die mit Fronleichnam in unsere Welt getragen wird“, verdeutlichte der Erzbischof. „Wenn wir dieses geheiligte Brot durch die Straßen unserer Stadt tragen, also zeichenhaft durch unsere alltägliche Lebenswelt, dann tragen wir genau diese Botschaft hinein in unsere gesellschaftliche Gegenwart, die sich in ihrer Hybris oft ganz andere Maßstäbe setzt.“
Dank der stimmgewaltigen und instrumentalen Begleitung durch die Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning sowie den Domorganisten Tobias Aehlig erhielt der Gottesdienst mitunter Konzertcharakter.