logocontainer-upper
logocontainer-lower
© Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn
© Heiko Appelbaum / Erzbistum Paderborn

Brückenbau beim Fronleichnamsfest in Paderborn

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz eint die Menschen im Hohen Dom / Prozession zieht anschließend durch die Paderborner Innenstadt

Das Fronleichnamsfest ist voller Symbolik. Beim Hochfest des Leibes und Blutes Christi steht die Eucharistie im Mittelpunkt. Die hohe Bedeutung zeigt sich auch dadurch, dass es in zahlreichen Gemeinden neben Gottesdiensten feierliche Prozessionen gibt.

In Paderborn ist Fronleichnam fest in der Stadtgesellschaft verankert. Sichtbares Zeichen dafür ist, dass Gottesdienst und Prozession traditionell von Schützen zahlreicher Vereine aktiv begleitet werden. Gemeinsam mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz feierten zudem Hunderte Gläubige im Hohen Dom und – während des Prozessionszuges – in der umgebenden Fußgängerzone.

„Miteinander ist schönes Signal“

Zu den Teilnehmenden gehörten maßgebliche Personen aus Politik und Gesellschaft. Darunter waren der Alt-Bürgermeister Michael Dreier und der stellvertretende Bürgermeister Robert Siemensmeyer. Letzterer verlas im Rahmen der Prozession an der Evangelischen Abdinghofkirche die Fürbitten.

Der Erzbischof begrüßte im Dom explizit die diesjährigen Kommunionkinder sowie die anwesenden Bürgerinnen und Bürger der Stadt Paderborn: „Dieses Miteinander ist ein schönes Signal. Als Christen leben wir mitten in der Gesellschaft, mitten in der Stadt. Ich bin dankbar für diese intakte Brücke zwischen der Kirche und der Stadtgesellschaft.“

Fronleichnam macht Mut

Auch in der Predigt fokussierte sich Dr. Udo Markus Bentz auf den Menschen „der Großartiges, aber auch Schreckliches bewirken kann“. Fronleichnam mahne und ermutige uns alle, „die eigene Zeit menschlicher zu machen“. Dabei bezog sich der Erzbischof auf die erste Enzyklika von Papst Leo, in der geschrieben steht, dass „jede Generation die Aufgabe erbt, die eigene Zeit menschlicher zu machen.“ Dabei sei nicht der Mensch der Maßstab, sondern Gott, der Schöpfer des Menschen. Fronleichnam – die Verehrung des Brotes vom Himmel her – rücke die Maßstäbe zurecht: die Großartigkeit des Menschen und seine Grenzen.

Der Mensch müsse nicht erst „gelingen“, um groß zu sein. Er habe Würde von Gott her in aller Gebrochenheit des Lebens. „Das ist eine entscheidende Korrektur, die mit Fronleichnam in unsere Welt getragen wird“, verdeutlichte der Erzbischof. „Wenn wir dieses geheiligte Brot durch die Straßen unserer Stadt tragen, also zeichenhaft durch unsere alltägliche Lebenswelt, dann tragen wir genau diese Botschaft hinein in unsere gesellschaftliche Gegenwart, die sich in ihrer Hybris oft ganz andere Maßstäbe setzt.“

Dank der stimmgewaltigen und instrumentalen Begleitung durch die Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning sowie den Domorganisten Tobias Aehlig erhielt der Gottesdienst mitunter Konzertcharakter.

Prozession mitten durch die Paderborner Innenstadt

Die Prozession führte mitten durch die Innenstadt zunächst zur Theologischen Fakultät und vorbei am Historischen Rathaus zur Abdinghofkirche. Diese Station war wieder ein deutliches Zeichen der gelebten Ökumene mit der Evangelischen Kirche, die den Platz zur Verfügung gestellt hatte. Hier bezog sich Domkapitular Benedikt Fischer in seinen Worten auf die Baustellen – in der Paderborner Innenstadt und – organisatorisch – innerhalb des Erzbistums Paderborn: Baustellen bedeuteten Veränderung und es sei gut und wichtig, den notwendigen Wandel mit den Menschen zu kommunizieren.

Im Hohen Dom fanden die Fronleichnams-Feierlichkeiten ihren würdigen Abschluss und anschließend nutzten die Teilnehmenden neben dem Paradiesportal die Möglichkeit, sich auszutauschen und weiter persönliche Brücken zu bauen.

Text und Fotos: Heiko Appelbaum

 

Weitere Einträge

© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung Ein Zeichen der Hoffnung, Dankbarkeit und Heimatverbundenheit

Weihbischof Josef Holtkotte weiht wiedererrichtetes Bannenberg-Kreuz in Bellersen
© Erzbistum Paderborn

Pressemeldung „Christus in der Kelter“

Paderborner Metropolitankapitel erhält Kabinettsscheibe des Glasmalers Nikolaus Bette
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Pressemeldung 25 Jahre Priester: „Da steckt ein Vierteljahrhundert Leben drin“

Acht Geistliche feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz ihr Silbernes Weihejubiläum
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0