Die Katholische Stadtkirche Dortmund steht vor großen Veränderungen. Zum 1. Advent 2026 wird das bisherige Dekanat Dortmund zu einem katholischen Seelsorgeraum. Mit diesem Schritt beginnt eine Übergangszeit, in der die künftigen Strukturen entwickelt und die nächsten Veränderungen im Rahmen des Bistumsprozesses im Erzbistum Paderborn vorbereitet werden. Übergangsleitungen übernehmen dabei die Koordination vor Ort, fördern Beteiligung und gestalten die weiteren Schritte gemeinsam mit Gremien, Pastoralteams und Engagierten. Im Erzbistum Paderborn wird es zukünftig 21 Seelsorgeräume mit je einem eigenen pastoralen Profil geben. Diese 21 Seelsorgeräume bestehen perspektivisch aus jeweils einer Pfarrei, die Ausnahmen, dass ein Seelsorgeraum aus mehreren Pfarreien besteht, gibt das Erzbistum vor. Im Hinblick auf die aktuell bestehenden Pfarrgemeinden bedeutet dies, dass durch Auflösung und Neuerrichtung sukzessiv Fusionen von Kirchengemeinden erfolgen.
Übergangsleitung für Dortmund
Diese Veränderungen waren am Mittwoch (30. September 2026) Thema in der Dekanatspastoralkonferenz der Katholischen Stadtkirche. An dem Treffen aller in der Seelsorge tätigen Hauptamtlichen der Katholischen Kirche in Dortmund nahmen auch Tobias Heinrich, Leiter der Koordinierungsstelle für die Pastoraltransformation im Erzbistum Paderborn und Dr. Annegret Meyer, koordinierende Bereichsleiterin der Pastoralen Dienste teil.
Die Übergangsleitung für den künftigen Seelsorgeraum Dortmund übernehmen Propst Andreas Coersmeier und Stefan Kaiser. Beide erläuterten am Mittwoch auch die weiteren Gremien der Übergangszeit. Stefan Kaiser ist seit 2024 Pfarrbeauftragter im Pastoralen Raum Dortmund Nord-Ost und wird diese Aufgabe zusätzlich weiterhin wahrnehmen.
Bistumsprozess setzt auf geistliche und strukturelle Entwicklung
Der Bistumsprozess des Erzbistums Paderborn steht unter dem Leitwort „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ Ziel ist es, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren und zugleich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass kirchliches Leben und Glaubenspraxis auch künftig tragfähig bleiben. „Dies ist in erster Linie ein geistlicher Weg“, stellte Propst Andreas Coersmeier klar. Vorgesehen ist deshalb auch eine „Ankerzeit“ von Advent 2026 bis Advent 2027. Sie soll dazu beitragen, dass die neuen Seelsorgeräume nicht nur organisatorisch entstehen, sondern sich auch geistlich verorten.
Der geistliche Prozess war am Mittwoch auch besonders Thema bei den Fragen und Anmerkungen der Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz. Dazu sagte Stefan Kaiser: „Es geht nicht darum, einfach eine größere Einheit zu bilden, sondern vielmehr darum, Kirche von Dortmund neu zu denken, mit allem, was dazu gehört, wie Gemeinden, Altenheime, Krankenhäuser, Beratungsstellen und vieles andere mehr.“ Es solle Orte geben, welche die Menschen zusammenführen, Orte, wo der Glaube gelebt werden könne.