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© Ralf Litera / Caritas Arnsberg-Sundern
© Ralf Litera / Caritas Arnsberg-Sundern

„Bilder der Hoffnung“: Menschen zeigen Gesicht und ihren Glauben

Elf Bilder und ein Geheimnis – eine ausleihbare Wanderausstellung des Caritasverbands Arnsberg-Sundern macht sich auf den Weg durchs Erzbistum Paderborn.

Jutta Schlinkmann-Weber und Corinna Reiter sind Seelsorgliche Begleiterinnen im Caritasverband Arnsberg-Sundern. Gemeinsam haben sie in Kooperation mit dem Fotografen Ralf Litera das Projekt „Bilder der Hoffnung“ entwickelt. Und übereinstimmend sind sich die beiden Kolleginnen sicher, dass die Tournee der Bilder durch das Erzbistum Paderborn ein Erfolg wird. „In unserer Aktion zeigen Menschen bei der Caritas ihr Gesicht und ihren Glauben“, erklärt Corinna Reiter. „Und durch ein persönliches Glaubenssymbol und ihren persönlichen Vers aus der Bibel geben sie ein Glaubenszeugnis ab. Sie sprechen aus, was ihnen Hoffnung macht, selbst in einer Umgebung und einer Lebenssituation, die von vielen Menschen als eher hoffnungslos empfunden wird.“

Es handelt sich bei den Exponaten um aufstellbare Roll-Ups mit einer Größe von 1 x 2 Metern. Den Auftakt ihrer Wanderung bildet die Ausstellung in der Propsteikirche St. Laurentius in Arnsberg. Dort werden die „Bilder der Hoffnung“ vom 3. bis 9. Dezember 2025 zu sehen sein. Anschließend geht es gleich weiter in die Kirche St. Petri in Hüsten, wo die Bilder vom 10. bis 17. Dezember 2025 ausgestellt werden. Und die weiteren Stationen der Tournee durchs Erzbistum? „Dabei sind die Gläubigen, die hauptamtlichen Pastoralteams und die ehrenamtlich Engagierten gefordert“, sagt Jutta Schlinkmann-Weber. Bei ihr können alle Interessierten die elf Bilder und das  geheimnisvolle zwölfte Exponat der Ausstellung ausleihen, ganz unbürokratisch und natürlich kostenlos.

Das Projekt „Bilder der Hoffnung“ wird vom Erzbistum Paderborn im Rahmen der Fördermittel für „Neue Projekte zur Umsetzung des Zukunftsbildes und des Zielbildes 2030+“ finanziell unterstützt.

Wander-Ausstellung

Sollen die „Bilder der Hoffnung“ auch in Ihrer Kirche oder Ihrem Gemeindezentrum gastieren?

Die „Bilder der Hoffnung“ sind als Wanderausstellung durch das ganze Erzbistum Paderborn konzipiert. Interessierte aus dem kirchlichen Raum können sich die Exponate bei Jutta Schlinkmann-Weber vom Caritasverbands Arnsberg-Sundern kostenlos ausleihen. Es handelt sich um elf Roll-up-Displays und ein weiteres Exponat, das sich sorgsam verpackt ebenfalls gut und sicher transportieren lässt.

 

Textbausteine für Einladungen oder den Pfarrbrief

Ebenfalls im Gesamtpaket enthalten sind Textbausteine, die zur Einladung, als Information im Pfarrbrief, als Presseinformation für die Lokalmedien oder als Redetexte bei Vernissage oder Finissage genutzt werden können.

 

Sie sind interessiert?

Kontakt:

Caritasverband Arnsberg-Sundern e. V.
Jutta Schlinkmann-Weber
j.schlinkmann-weber@caritas-arnsberg.de

Die Idee hinter dem Projekt: Persönliche Glaubenszeugnisse

Auf die Idee zu ihrem Projekt kamen Jutta Schlinkmann-Weber und Corinna Reiter durch ihre Tätigkeit als Seelsorgliche Begleiterinnen beim Caritasverband Arnsberg-Sundern. „Ausgangspunkt war unsere Wahrnehmung bei vielen seelsorglichen Gesprächen“, erklärt Corinna Reiter. „Oft geht es dabei um Ängste und Unsicherheiten, kein Wunder angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Situation. Wenn wir in Gesprächen dann die Frage stellen, was den Menschen Hoffnung gibt, hören wir häufig als Antwort: Unser Glaube spendet uns Hoffnung!“

Also lag es nahe, eine Serie von Glaubenszeugnissen zu entwickeln. Öffentlich Zeugnis ablegen sollten jedoch nicht die Menschen, die hauptberuflich bei der Caritas arbeiten. Ihr Gesicht zeigen vielmehr ehrenamtlich Engagierte und auch die Menschen, die in Einrichtungen und von Diensten der Caritas betreut werden. An der Aktion beteiligen konnten sich demnach Seniorinnen und Senioren in den Altenpflegeeinrichtungen, Gäste im Hospiz oder Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnhäusern für Menschen mit Behinderung.

„Die Orte, an denen diese Menschen leben, werden von außen betrachtet vielfach als hoffnungslos empfunden“, sagt Jutta Schlinkmann-Weber. „Dabei lebt an diesen Orten die Hoffnung oft besonders stark. Genau das wollen wir mit unserem Projekt zum Ausdruck bringen.“

Die Umsetzung: Fotografie, Glaubenssymbole und Verse aus der Bibel

Wie aber diese Idee umsetzen? Hier kam günstige Fügung ins Spiel. Der Fotograf Ralf Litera spielte schon länger mit dem Gedanken, eine Bilderserie über Menschen anzufertigen, die von Diensten und in Einrichtungen der Caritas betreut werden. Hier bot sich nun eine passende Gelegenheit.

Schon mit den Mitteln der reinen Porträtfotografie wären mit Bestimmtheit ausdrucksstarke Bilder entstanden. Das Konzept ging aber deutlich darüber hinaus. Alle Porträtierten wurden gebeten, zum Fototermin ein Symbol ihres Glaubens mitzubringen, ihren Lieblingsvers aus der Bibel zu benennen und ein kurzes Statement abzugeben, was ihnen Hoffnung gibt. Das Ergebnis ist buchstäblich glaub-würdig.

Making-of: Das sagt der Fotograf Ralf Litera zum Projekt

Redaktion

Was war das Besondere an dieser Serie?

Ralf Litera

Als ich diese Porträtserie fotografiert habe, war mir schnell klar, dass diese Begegnungen anders sein würden als viele meiner bisherigen Fotosessions. Normalerweise spüre ich bei Menschen, die selten fotografiert werden, eine gewisse Nervosität: Die Hände wissen nicht recht wohin, der Blick sucht Halt, die Situation wirkt fremd und ungewohnt.

Doch bei diesem Projekt war etwas Besonderes spürbar. Jede Person hielt einen Gegenstand in den Händen – eine Bibel, ein Kreuz, eine Ikone oder etwas anderes, das für sie eine persönliche Quelle der Hoffnung ist. Und plötzlich veränderte sich die Atmosphäre. Die Menschen wurden ruhig. Sie fanden Halt in dem, was sie in den Händen trugen. Der Gegenstand gab ihnen eine Sicherheit, die über die ungewohnte Situation hinausging.

 

Redaktion

Was passierte mit denjenigen, die fotografiert wurden? Wie würden Sie es beschreiben?

 

Ralf Litera

Ich habe in ihren Gesichtern eine Kraft gesehen, die nicht laut ist, sondern still. Eine Würde, die aus ihrem Glauben, ihrer Geschichte und ihrem Vertrauen kommt. Für mich war es berührend zu erleben, wie sehr diese persönlichen Symbole nicht nur Teil des Bildes wurden, sondern auch Teil des Moments – sie haben die Menschen getragen, und ich durfte diese Ruhe und Stärke festhalten.

Diese Porträts sind deshalb mehr als fotografische Aufnahmen. Sie sind Begegnungen, die mir gezeigt haben, dass Hoffnung sichtbar werden kann – manchmal in einem Blick, manchmal in einer Geste, manchmal in den Händen, die etwas halten, das ihnen wichtig ist.

Was gibt es in der Ausstellung zu sehen und was ist das mysteröse Geheimnis?

Auf elf großen Porträts sind Menschen aus den Einrichtungen des Caritas-Verbandes zu sehen, eingetaucht in ungewöhnlich farbenfrohes Licht. Die Menschen zeigen ihr persönliches Symbol der Hoffnung und fassen in Worte, was für sie Hoffnung bedeutet. Mit selbst ausgewählten Bibelzitaten möchten sie weitergeben und bezeugen, worin ihr christlicher Glaube verwurzelt ist.

Was es mit dem mysteriösen zwölften Exponat auf sich hat? Ursprünglich waren zwölf Porträts geplant. Dies ließ sich aber nicht realisieren. Eine Leerstelle? Eine Chance! Kurz vor der Premiere in der Propsteikirche St. Laurentius in Arnsberg kam ein zwölftes Exponat dazu. Es handelt sich um einen Spiegel. Durch den Blick auf ihr Spiegelbild werden die Besucherinnen und Besucher selbst Teil der Ausstellung. Denn das Ebenbild stellt Fragen: Woraus schöpfst du deine Hoffnung? Welches Glaubenszeugnis legst du ab?

Was denjenigen, die sich im Spiegel betrachten, selbst dabei einfällt? Nun, das bleibt ihr eigenes Geheimnis. Eines, das sie aussprechen oder aber hüten können.

Ein Beitrag von:
© Jürgen Hinterleithner
freier Autor

Hans Pöllmann

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