Laden...

logocontainer-upper
logocontainer-lower
© jorisvo / Shutterstock.com
© jorisvo / Shutterstock.com

Bichofskonferenz stärkt Europa den Rücken

Vor dem diesjährigen Europatag veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz heute (24. April 2026) einen Zwischenruf mit dem Titel „Europa, zeigʼ dich selbstbewusst!“.

In dem bereits während der zurückliegenden Vollversammlung entwickelten Text äußern sich die Bischöfe zum Selbstverständnis Europas in einer sich verändernden Weltordnung. Sie werben für ein wertegeleitetes Handeln Europas nach innen und außen. Das vereinte Europa sei ohne seine Werte „als Friedens-, Freiheits- und Demokratieprojekt nicht denkbar“.

Der Zwischenruf richtet sich an politisch Verantwortliche in der EU, ihren Mitgliedstaaten sowie an den Europarat. Die Bischöfe plädieren für ein vereintes Europa als wertebasiertes Projekt des Friedens und der Demokratie, für die Gültigkeit des Völkerrechts und für multilaterale Zusammenarbeit.

Zugleich beschreiben sie eine neue „Welt-Un-Ordnung“ und betonen, dass Europa angesichts innerer und äußerer Herausforderungen Selbstbewusstsein und Hoffnung braucht. Trotz wachsender politischer und wirtschaftlicher Spannungen bleibe Europa eine wichtige Akteurin. Mit der europäischen Einigung sei „eine mehr als 80 Jahre andauernde Friedensordnung“ entstanden, die zugleich ein Freiheits- und Demokratieprojekt ist.

Europa solle seine Werte mutig vertreten. Dazu gehörten „der unerschütterliche Wille zu fairer und solidarischer Zusammenarbeit“ sowie ein klares Bekenntnis zu Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Entscheidend sei auch eine neue Erzählung der Hoffnung:

„Aus Hoffnung erwächst der Antrieb, voranzugehen und wieder in die Initiative zu kommen“.

Christliche Wurzeln und Verantwortung

Das Christentum, so der Zwischenruf, müsse weiterhin einen positiven Beitrag zur Demokratie und zur europäischen Integration leisten:

„Dieser Beitrag ist grundgelegt in der Botschaft des Evangeliums, in der wahrer Frieden zugleich Geschenk Gottes und ein Auftrag an alle Menschen ist.“

Der christliche Glaube habe gemeinsam mit der Aufklärung das geistige Fundament Europas geprägt. Mit seinem Verständnis von Freiheit, Würde und Verantwortung habe er die Idee der Gleichheit aller Menschen gestärkt. Zugleich wenden sich die Bischöfe gegen die politische Instrumentalisierung eines „christlichen Abendlands“.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, betont die besondere Verantwortung Europas für Frieden und Völkerrecht. Europa müsse „mutig für verlässliche, multilateral koordinierte Regeln einstehen“.

Die deutschen Bischöfe begleiten die europäische Einigung seit ihren Anfängen. Für ihre Arbeit unterhält die Deutsche Bischofskonferenz die „Bischöfliche Arbeitsgruppe Europa“. Bereits im Februar 2026 hatten führende europäische Bischofskonferenzen einen gemeinsamen Appell zur Zukunft Europas veröffentlicht.

Die ausführliche Fassung steht hier zum Download bereit

Weitere Einträge

© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn

Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland „Es gab unfassbar viele schöne Momente“

Freiwilligendienst des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger‘: Noch bis Ende Oktober bewerben!
© Blue Planet Studio / Shutterstock.com

Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland Interkulturelle Kompetenz in der medizinischen Versorgung

Vom 20. bis 22. November bietet das Christliche Bildungswerk Die HEGGE eine medizinethische Tagung zum Thema „Interkulturelle Kompetenz in der medizinischen Versorgung“ an.
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn

Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland „Taste the North“

Neues Kochbuch: Das Bonifatiuswerk lädt mit Rezepten von Freiwilligen und Projektpartnern zu einer kulinarischen Reise durch den Norden Europas ein
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0