logocontainer-upper
Erzbistum Paderborn
logocontainer-lower

Begegnen, bekennen, bewegen … an den Quellen der Pader

Cartell Rupert Mayer trifft sich vom 13. bis 15. Mai in Paderborn / Gottesdienst mit Erzbischof Becker
© Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
09. Mai 2022
Paderborn

Begegnen, bekennen, bewegen … an den Quellen der Pader

Cartell Rupert Mayer trifft sich vom 13. bis 15. Mai in Paderborn / Gottesdienst mit Erzbischof Becker

Es gibt viele Möglichkeiten, sich als gläubiger Christ in der Welt zu engagieren. Die Mitglieder des Cartells Rupert Mayer tun dies vor allem zusammen und gemeinschaftlich: Wie im Wirtschaftssektor ist ein Cartell auch geistlich verstanden ein Zusammenschluss selbständiger Gruppierungen mit einem gemeinsamen Ziel. Im Cartell Rupert Mayer vernetzen sich engagierte katholische Christinnen und Christen aus einzelnen Orts-Gilden, um für den eigenen Glauben und ein christliches Engagement in der Welt einzustehen. Vom kommenden Freitag bis Sonntag (13. bis 15. Mai 2022) treffen sich die Cartell-Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum in Paderborn zu ihrer Jahresversammlung. Zum Abschluss der Tagung wird Erzbischof Hans-Josef Becker mit den Delegierten die Heilige Messe im Paderborner Dom feiern.

27 selbständige Gruppen mit mehr als 800 Mitgliedern gehören dem Cartell Rupert Mayer aktuell an. Entstanden sind die ersten Gruppen vor mehr als 70 Jahren in der Nachkriegszeit. In der Überzeugung, zusammen stärker zu sein, schlossen sich diese Gruppen zum Cartell zusammen, um Neugründungen von örtlichen Gilden zu unterstützen. So breitete sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik und der Schweiz ein Netz von Gruppen aus, deren Mitglieder dasselbe Ziel teilen: sich offen für christliche Werte einzusetzen und ein Zeugnis für den Glauben in der Welt zu geben. „Das ist gerade in Zeiten, in denen Angehörige der christlichen Kirchen nur noch eine Minderheit der deutschen Bevölkerung ausmachen, eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe“, macht Generalvikar Alfons Hardt deutlich.

Namensgeber Pater Rupert Mayer als Vorbild

Vorbild für das öffentliche christliche Bekenntnis ist der Namensgeber des Cartells: Pater Rupert Mayer. Der Jesuit wurde 1899 zum Priester geweiht und 1987 seliggesprochen. Papst Johannes Paul II. bezeichnete ihn als „entschiedenen und unerschrockenen Kämpfer für die Wahrheit des Glaubens“. Der Selige stellte sich zu Lebzeiten konsequent auf die Seite der Notleidenden und trat auch in Zeiten des Nationalsozialismus für christliche Werte ein. „Pater Rupert Mayer steht mit seinem entschiedenen Zeugnis und Bekenntnis für die Ziele der Cartell-Mitglieder. Das Cartell trägt seinen Namen deshalb zu Recht“, ist Generalvikar Hardt überzeugt. Der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs ist selber Mitglied der Meinwerk-Gilde Paderborn und wird zum Auftakt der Tagung des Cartells am Freitag ein Grußwort sprechen.

Die Meinwerk-Gilde Paderborn ist Gastgeber für das diesjährige Jahrestreffen der Cartell-Mitglieder in Paderborn. „Lernen Sie unsere Stadt kennen, begegnen Sie alten und neuen Freunden und lassen Sie sich im gemeinsamen Gebet stärken für unsere Aufgaben in Kirche und Welt“, schreibt der Vorsitzende der Meinwerk-Gilde, Dr. Gregor Haunerland, in der Einladung zur Tagung. Die komplexer werdenden Herausforderungen der heutigen Zeit werden die Delegierten des Cartells auch in ihrer Kapitelssitzung am Samstagnachmittag erörtern.

Beeindruckender freundschaftlicher Zusammenhalt

Der gemeinsame Austausch ist für die Cartell-Mitglieder Programm: Unter dem Leitwort „Begegnen. Bekennen. Bewegen“ werden in den Gilden regelmäßig die Grundsätze christlichen Lebens und Wirkens diskutiert – oft mit Vorträgen namhafter Referenten als Impuls. Auch beim Jahrestreffen wird es einen Festvortrag geben: Der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode referiert am Samstagvormittag zum Thema „‘Wohin der Fluss kommt, da bleibt alles am Leben‘ (Ez 47,9) – Was bleibt, wenn alles fließt“.

„Wir freuen uns sehr, die diesjährige Jahrestagung des Cartells an den geschichtsträchtigen Quellen der Pader ausrichten zu können, an denen schon der Frankenkönig Karl und Papst Leo III. zusammenkamen“, sagt Dr. Gregor Haunerland. Der gemeinsame christlich-katholische Glaube werde bei den Jahrestreffen des Cartells immer auf besondere Weise sichtbar und greifbar. Jede der Ortsgruppen lebe von einer freundschaftlichen Vernetzung. „Diesen Zusammenhalt bei unseren Jahrestreffen dann in so großer Runde erleben zu dürfen, ist immer wieder beeindruckend“, so der Vorsitzende der Meinwerk-Gilde Paderborn.

Um die Stadt an der Pader und ihre Geschichte besser kennenlernen zu können, steht für die Teilnehmenden ein gemeinsamer Stadtrundgang auf dem Programm – Paderbornerinnen und Paderborner sollten sich also nicht wundern, wenn eine größere Menge zweifellos von der Paderstadt faszinierter Menschen ihren Weg kreuzt. Zudem wird eine Domführung mit Vorstellung der Domorgel angeboten und eine Exkursion zum ehemaligen Zisterzienserkloster Hardehausen mit der Besichtigung der innovativen Kirche der Annäherung. Am Sonntag endet die Jahrestagung mit der Teilnahme an einem festlichen Gottesdienst im Hohen Dom zu Paderborn mit Erzbischof Hans-Josef Becker.

Meinwerk-Gilde Paderborn

Seit 25 Jahren besteht die Meinwerk-Gilde Paderborn, sie wurde 1997 vom damaligen Weihbischof Dr. Reinhard Marx gegründet. Aktuell hat sie 37 Mitglieder, doch kommen zu den monatlich, jeweils mittwochs von 19.30 bis 21 Uhr im Bildungs- und Tagungshaus Liborianum stattfindenden Treffen, oft auch Nicht-Mitglieder. „Die Treffen sind für uns ein Ort des Austauschs über den Glauben, wir erleben uns als geistliche Gemeinschaft“, erklärt Dr. Gregor Haunerland als Vorsitzender der Meinwerk-Gilde. Dr. Wilhelm Dee ist seit vier Jahren Mitglied der in Paderborn verorteten Meinwerk-Gilde und betont, dass er durch den Austausch und die Glaubensimpulse bereichert werde. „Wir möchten die Wurzeln unseres christlichen Glaubens erinnern und ihn bekennen, den Glauben in die Welt hineinsagen“, unterstreicht Dr. Dee. Von den unterschiedlichen Einstellungen und Haltungen, auch vom kontroversen Austausch bei den Treffen der Meinwerk-Gilde Paderborn fühlt er sich gestärkt.

Ein Beitrag von:
Redakteurin

Maria Aßhauer

Redakteur

Thomas Throenle

 
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0
Barrierefreiheit