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© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
© Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Before The Wind

Brisen, Böen und ein Tornado – in der neuen Ausstellung des Diözesanmuseums Paderborn dreht sich alles um den Wind. Mit Before the Wind öffnet sich das Museum für einen faszinierenden Dialog zwischen experimenteller, zeitgenössischer Kunst und jahrhundertealten Objekten aus der eigenen Sammlung.

Das unsichtbare und zugleich kraftvolle Element Wind wird hier in seiner technischen, gestischen und spirituellen Dimension erforscht. Die Skulpturen, Videos, Musik- und Soundstationen des Künstlerinnenduos Baumann-Brieske (Bern/Berlin) lassen das Naturphänomen in einer vielschichtigen Inszenierung lebendig werden.

Für die Ausstellung haben die Künstlerinnen Franziska Baumann und Claudia Brieske in der unwirklich anmutenden Landschaft der kapverdischen Insel Boa Vista drei archetypische Figuren geschaffen: die „Windfigur der roten Steinwüste“ – Geschwindigkeitswächterin und Hüterin der Zeit. Mit ihr beginnt die Zeit und damit das Wehen des Windes. Die „Windfigur der blau-grauen Steinwüste“ strebt danach, die Landschaft zu überschreiben, sie auszugestalten, eine Lebens- bzw. Blutspur zu legen. Die „Windfigur der hellen Sandwüste“ ist Trägerin der Erinnerung, Klangspeicher und Echo zugleich.

Wir lassen einen universellen, aber auch weiblichen Geist durch die Räume des Museums wehen. Unsere Themen sind in den alten Figuren bereits enthalten.

Franziska Baumann & Claudia Brieske

Die Windfiguren treten über alle Ebenen des Museumsbaus hinweg in einen Dialog mit Skulpturen, Gemälden oder Werken der Goldschmiedekunst und legen dabei deren spirituellen Kern frei. In ständigem Austausch zwischen Sammlung, Künstlerinnen und Kuratorin ist Before the Wind kontinuierlich zur heute erfahrbaren Präsentation gewachsen.

Herausragende Sammlungsstücke des Museums, wie die mittelalterliche Madonna des Bischofs Imad (†1076) oder die Darstellung der apokalyptischen Frau auf der Mondsichel (1490), sind durch ihre Verbindung mit den Windfiguren in neuen Zusammenhängen erlebbar. Eigens für die Präsentation des für die Region wegen seiner Buchmalerei bedeutenden Graduale von Geseke (1531) hat Franziska Baumann das Werk ‚Halleluja‘ komponiert. Hier mischen sich Wind- und Atemgeräusche mit dem Hauch von Stimmen, strahlenden Tönen des Halleluja und den zum Himmel aufstrebenden Tönen von Glocken. Auf ein besonderes erschütterndes Ereignis in der jüngeren Geschichte Paderborns nimmt Claudia Brieske zudem in einer 3-teiligen Videoarbeit Bezug: Eine Vorstudie der Windfiguren trifft auf den Tornado, der am 21. Mai 2022 innerhalb weniger Minuten eine Schneise der Zerstörung durch die Stadt fegte.

Konzert im September

Abschluss und Höhepunkt der Ausstellung ist eine große audiovisuelle Inszenierung am 20. und 21. September 2025. Das Konzerterlebnis mit Live-Video, Stimme, Live-Elektronik und Chor ist eigens für die Architektur des Diözesanmuseums konzipiert. Für die Mädchenkantorei des Paderborner Doms komponiert Sängerin und Klangkünstlerin Franziska Baumann Stimmmaterial, das gemeinsam mit dem Leiter der Kantorei, Patrick Cellnik, für das Konzert erarbeitet wird. Die hohen Mädchenstimmen gehen zusammen mit Baumanns immersiver Stimmkunst und der Videokunst von Claudia Brieske eine Beziehung zu den weiblichen Figuren der Sirenen und zum Klang des Windes ein.

Die Künstlerinnen Claudia Brieske (Medienkünstlerin und Video-Szenografin) aus Berlin und Franziska Baumann (Stimmkünstlerin und Komponistin) aus Bern (CH) entwickeln seit 2007 Stimminszenierungen mit virtuellen Bildräumen. Ihre Arbeit präsentiert sich auf Bühnen sowie im Innen- und Außenraum. Informationen zu Projekten der Künstlerinnen unter www.baumann-brieske.net.

Das Diözesanmuseum Paderborn ist das älteste im deutschsprachigen Raum. 1853 gegründet, bewahrt es eine der umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher bis barockzeitlicher Kunst in Deutschland mit Schwerpunkten in den Bereichen Skulptur und Goldschmiedekunst. In den vergangenen 25 Jahren ist es mit seinen großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellungen, die internationale Leihgaben in Paderborn zusammenführten, weit über die Region hinausgehenden bekannt geworden.

Die Ausstellung Before the Wind kuratiert von Christiane Ruhmann setzt die Reihe von zeitgenössischen Ausstellungen in der Sammlung des Museums fort. Zuletzt waren unter anderem Arbeiten von HA Schult, Christoph Brech und Barbara Klemm im Museum zu erleben.

Das umfangreiche Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm (u.a. mit dem Workshop „Himmeli – Geometrie des Windes“ am 21. Juni 2025 in Kooperation mit der Kunstschule SpARTacus) und weitere Informationen zu Tickets und Anfahrt finden Sie unter www.dioezesanmuseum-paderborn.de

Gruppenführungen buchbar über das Diözesanmuseum Paderborn:
+49 (0) 5251-1251400 | museum@erzbistum-paderborn.de

Öffnungszeiten / Tickets Dienstag bis Sonntag, 10–18 Uhr, jeden ersten Mittwoch im Monat bis 20 Uhr. 8 Euro / ermäßigt 4 Euro, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren (siehe Website).

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