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Auf Vernunft und Freiwilligkeit setzen

Paderborner Moraltheologe Peter Schallenberg spricht sich für Corona-Impfung aus

„Man muss sich im persönlichen Gewissen ernsthaft befragen, wenn man sich nicht impfen lassen will“, spricht sich Monsignore Professor Dr. Peter Schallenberg für die Corona-Impfung aus. In der aktuellen Debatte um das Für und Wider einer Covid-19-Schutzimpfung äußerte sich der Priester des Erzbistums Paderborn und Professor für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Paderborn jetzt in einem auf der Homepage des Erzbistums Paderborn veröffentlichten Interview zur Corona-Impfung vor dem Hintergrund zunehmendem Impfstoff-Überschusses und abnehmender Impf-Bereitschaft.

Eine Impfung gegen Covid-19 sei eine vom einzelnen Menschen zu treffende Gewissensentscheidung, betont Moraltheologe Schallenberg. Dabei sei zu berücksichtigen, dass man durch eine Impfung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur sich selbst, vielmehr auch andere gegen Ansteckung schütze.

Moraltheologe Peter Schallenberg, Priester des Erzbistums Paderborn und Professor der Theologischen Fakultät Paderborn, äußert sich in einem Interview zum Für und Wider einer Corona-Schutzimpfung. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Kein Zwang zur Impfung

Moraltheologe Schallenberg rät zugleich von einem generellen Zwang zur Impfung oder einer allgemeinen Impfpflicht ab. Diese könne nur eine letzte Notmaßnahme sein. Es sei besser, auf Anreize und Überzeugungsarbeit zu setzen, die zu einer freiwilligen Impfbereitschaft führen. Für den Lehrstuhlinhaber für Moraltheologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und Vatikanberater gibt es allerdings Berufsgruppen – im Gesundheitswesen, im Pflegebereich, eventuell auch in den Schulen – bei denen der Staat „zum Schutz besonders vulnerabler Gruppen und Menschen“ berechtigt sei, eine Impfung zu verlangen.

Entscheidungshilfen

Orientierung bei der Gewissensentscheidung für oder wider einer Corona-Impfung sei immer und zuerst im Bereich der Ethik die sogenannte „Goldene Regel: Handle so, wie auch du behandelt werden möchtest“, erläutert Schallenberg. Auch der kategorische Imperativ beim Philosophen Immanuel Kant „Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns allgemeines Gesetz werden könnte“ sorge für die notwendige Universalisierbarkeit über den kleinen eigeninteressierten Horizont und Tellerrand hinaus. Schallenberg betont den „moralische uneigennützige Sprung über den eigenen Schatten der Selbstbezüglichkeit und der sozialen Verstockung“.

Hier geht es zum vollständigen Interview.

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